Anhalt-Bitterfeld Anhalt-Bitterfeld: Mehr als ein Wald- und Wiesen-Trab
DORNBOCK/MZ. - Sicherlich nutzten viele Leute das goldene Herbstwetter der vergangenen Tage für diverse Aktivitäten im Freien. In Dornbock kamen jedenfalls zahlreiche Reiterfreunde zum gemeinsamen Herbstreiten durch Wald und Flur zusammen. Nicht nur hoch zu Ross sondern auch gemütlich auf dem Kremserwagen genoss man das Flair der bunt gefärbten Natur. Um 10 Uhr morgens wurden die Teilnehmer von den Lödderitzer Jagdhornbläsern am Treffpunkt vor dem Feuerwehrgerätehaus auf das Naturerlebnis eingestimmt. Insgesamt 16 Reiter aus den umliegenden Ortschaften sowie sechs Kremser und Kutschen zogen dann als Tross mitten durch das Wulfener Bruch und anschließend durch den Diebziger Busch.
Gemütlich ging es dabei auf den gefüllten Kremserwagen zu und auch die Reiter hoch zu Ross hatten so manch Anekdote zu erzählen. Denn eigentlich ging es bei der ganzen Veranstaltung lediglich um den gemeinsamen Spaß in der Natur.
Grillfleisch und Heureiter
Am Sportplatz in Diebzig angekommen, war schon der Duft von gegrilltem Fleisch zu riechen und auch die Pferde durften sich an frischen Heureitern und Pferdetränken bei einer Rast stärken. Und wieder erklang ein zünftiges Jagdhornkonzert. Julia Knopf aus Elsdorf war mit ihrem Kleinpferd "Trixi" zum ersten Mal beim Dornbocker Herbstreiten dabei und meinte: "Es ist einfach Spaß an der Freude." Auch die Mutter der 13-jährigen Reiterin war auf dem Kremserwagen mit unterwegs und lobte die gute Organisation des Ganzen.
Lena Latuschinki am schnellsten
Während der eher gemütliche Ritt durch die Natur nur ein Teil jener Veranstaltung war, ging es später doch etwas rasanter zu. Beim Lauf um den Pokal schließlich maßen alle Reiter gemeinsam ihre Kräfte. Dazu legten alle zugleich eine Strecke von 1000 Metern zurück, wobei der Schnellste schließlich den Pokal ergatterte. Die 16-jährige Trinumerin Lena Latuschinski setzte dabei all ihre Kräfte ein und gewann die begehrte Trophäe. Mit der Rückkehr zum Dornbocker Feuerwehrgerätehaus wurden alle Teilnehmer zu einem gemütlichen Nachmittag mit Musik und Spielen erwartet. Die Frauen der Volkssolidarität luden zudem zu Kaffee und Kuchen ein.
Das Herbstreiten wird in Dornbock schon seit etwa 20 Jahren veranstaltet. Ins Leben gerufen wurde diese schöne Tradition von Pferdebesitzer Wolfgang Meth. Als eine Art Abschluss der Reitersaison machte er sich jedes Jahr im Herbst zu einem solchen Ritt auf. Da es allein keinen Spaß machte, kamen auch weitere befreundete Pferdebesitzer mit dazu. Später dann nahmen sich die Freunde und Förderer der Freiwilligen Feuerwehr Dornbock der Organisation dieser Veranstaltung an und führen sie bis heute fort. Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein Herbstreiten in Dornbock geben. Wobei sich der Termin dafür, wie in jedem Jahr, um den Reformationstag bewegen wird.