Bernburgs jüngster Hausverwalter Jonas Rudolf ist für über 1.000 Wohnungen verantwortlich: Bernburgs jüngster Hausverwalter bei Wohnstättengesellschaft mbH

Bernburg - Einige Mieter dürften von ihm schon die Schlüssel für ihr neues Zuhause in die Hand gedrückt bekommen haben - Bernburgs jüngsten Hausverwalter. Mit seinen gerade einmal 25 Jahren ist Jonas Rudolf beim städtischen Tochterunternehmen, der Wohnstättengesellschaft mbH vor einigen Monaten so richtig durchgestartet.
In seinem Traumberuf? Könnte man so sagen. Denn ganz schnell war für den jungen Mann, der in einem Dorf bei Zerbst aufwuchs, klar, dass sein Wirtschaftsingenieurstudium an der Hochschule Anhalt in Köthen nichts für ihn ist.
Jonas Rudolf wechselte vom Wirtschaftsingenieurstudium zur Immobilienwirtschaft
Stattdessen packte er Umzugskartons und zog nach Bernburg, um in Strenzfeld Immobilienwirtschaft zu studieren. „Durch ein Praktikum kam ich auf den Studiengang und er war genau das Richtige für mich“, sagt Rudolf. Mit seinem Bachelor-Abschluss in der Tasche bewarb er sich bei dem Bernburger Wohnungsunternehmen.
„Ich hatte wirklich großes Glück, das die Stelle ausgeschrieben war“, erzählt der Hausverwalter, der nicht allein im Büro sitzen, dafür aber Kontakt mit Menschen haben wollte.
Nun sind es sogar sehr viele Menschen. Immerhin ist er für mehr als 1.000 Wohnungen im Stadtgebiet verantwortlich. Kümmert sich um die Anliegen der Mieter, nimmt den Zustand der Wohnungen bei Auszügen ab und führt Interessenten durch Küchen, Bäder und Hausflure.
Und dabei erlebt man auch manchmal rührende Geschichten. Wie die von einer älteren Mieterin. „Ihre Tochter besorgte sich vor dem Einzug die Schlüssel und überraschte ihre Mutter mit dem Einbau einer Küche. So etwas ist schon schön“, sagt Rudolf, der im Allgemeinen die Dankbarkeit der älteren Mieter sehr schätzt. Aber genauso auch seinen kurzen Arbeitsweg.
Schließlich hat sich der Hausverwalter auch in Bernburg mit seiner Partnerin niedergelassen. Täglich aus dem 60 Kilometer entfernten Zerbst zur Arbeit pendeln, kam für ihn nicht infrage. Trotzdem fährt er seine Familie und Freunde in seiner Heimat besuchen.
Immerhin ist er auch noch aktiver Fußballer bei Fortschritt Garitz, wo er als rechter Mittelfeldspieler auf dem grünen Rasen steht - zumindest wenn nicht gerade sämtliche Spiele wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Immerhin hat er es mit seinem Team schon zum Kreismeister und zum Aufstieg in die Kreisoberliga geschafft.
Nun, wo es beim Fußball ruhig bleibt, steigt Rudolf am liebsten aufs Fahrrad, um Kilometer zu schrubben und sich fit zu halten. „Dafür sind Bernburg und die umliegenden Dörfer ideal“, findet er, auch wenn ihm das Fußballspielen doch schon sehr fehlt.
Worauf er sich beruflich in den kommenden Monaten freut? „Auf die Sanierung des Fortschritts. Das ist schon eine sehr interessante Immobilie“, fiebert Rudolf der Fertigstellung des Zwei-Millionen-Projekts entgegen.
Im Frühjahr 2022 soll es fertig sein und Bernburgs jüngster Hausverwalter kann dann seine neuen Mieter in den insgesamt zehn sanierten Zwei- bis Vierraumwohnungen des Wohn- und Geschäftskomplexes aus den 1950er Jahren begrüßen. (mz)