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Sorgen bereiten die noch verbliebenen Schilfwurzeln

Von Boris Canje 13.10.2006, 15:51

Bethau/MZ. - Anfang September wurde dann endlich begonnen und zwei Wochen später alles abgenommen. So der zeitliche Ablauf, wie ihn Bürgermeisterin Silke Noack auf der jüngsten Gemeinderatssitzung darlegte. Gekostet hat demnach alles knapp 40000 Euro und wurde komplett über Fördermittel finanziert.

Der See war als solcher eigentlich kaum noch erkennbar, total zugewachsen. Eine Wasserzufuhr aus den drei Quellen fand kaum statt. Eigentlich war es nur noch ein stinkendes Etwas, weil das Schilf jede Menge Schlamm an sich zog. Das machte die Sanierungsarbeiten nicht gerade leichter. Die Wurzeln hatten sich schon tief in das Erdreich vorgekämpft. Es musste sogar mehr von der Böschung weggenommen werden, als ursprünglich geplant. Deshalb ist sie nun auch steiler. Trotzdem sei nicht gelungen, alle Wurzeln zu entfernen, so die Bürgermeisterin.

Das Ufer wurde begradigt, Mutterboden verteilt und Gras gesät. Mittels vier großer Lkw-Ladungen feinen Kies entstand ein 17 Meter langer Strandstreifen. Überflüssige Sträucher wurden gerodet. Ein Schmuckstück ist so entstanden, war die übereinstimmende Meinung der Gemeinderäte. Offensichtlich hatten viele ab und an Spaziergänge zur Baustelle vorgenommen. Aber bei aller Freude, gab es auch einen Wermutstropfen. "Die Freude wird sicherlich nicht lange dauern", war mehrfach zu hören. Da nicht alle Wurzel entfernt werden konnten, wird das Schilf sich erneut seinen Weg bahnen, die Verkrautung in den nächsten Jahren wieder zunehmen. Deshalb soll nach Möglichkeit im Frühjahr der Pflanzenbewuchs eingedämmt werden.

Bürgermeisterin Silke Noack wies noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass die Gemeinde auch in Zukunft keine Verantwortung für Badende übernehmen wird. Es wird keinen Bademeister geben und die Eltern müssen selbst auf ihre Kinder achten.