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Schweinitzer Spielmannszug Schweinitzer Spielmannszug: Major übergibt Kommando

Von Sven Gückel 18.03.2019, 11:14
Den Ton auf der Pauke des Vereins gibt Norbert Müller (li.) künftig nicht mehr an. Dafür ist jetzt der neue Vorsitzende Tino Jaekel zuständig.
Den Ton auf der Pauke des Vereins gibt Norbert Müller (li.) künftig nicht mehr an. Dafür ist jetzt der neue Vorsitzende Tino Jaekel zuständig. Sven Gückel

Schweinitz - Auch nach 45 Jahren ist Norbert Müller kein Freund von Routine. Wenn der langjährige Vorsitzende zum Stab greift und als Tambourmajor den Spielmannszug Schweinitz bei Konzerten oder Umzügen anführt, verspürt er aus der Verantwortung heraus noch immer Nervosität und Aufregung. Zuviel davon, bescheinigte ihm jetzt ein Arzt, verträgt sein Herz aber nicht mehr.

Man könnte meinen, die erste Reihe des Spielmannszuges Schweinitz sei für Norbert Müller reserviert. Seit 1986 ist der heute 59-Jährige Tambourmajor, seit 1990 arbeitet er im Vorstand des Vereins mit: Teils als Schatzmeister, als Stellvertreter des Vorsitzenden, seit 2010 auch als Chronist.

24 Chroniken hat Müller nach eigener Aussage seither mit den Aktivitäten des Spielmannszuges gefüllt. 2011 schließlich übernahm der gebürtige Schweinitzer, der seine Karriere im Zug als Flötist begann, auch den Vorsitz des Vereins.

Drei wichtige Zahnräder

Als Ruheposten hat er die Arbeit im Vorstand nie verstanden. So wirkte Müller unter anderem aktiv am Aufbau des Jugendspielmannszuges mit. Auch das enge Miteinander der drei Säulen des Vereins, dem Großen Zug, dem Partyensemble und den Alten Kameraden, ist ihm bis heute wichtig. „Man kann es mit drei Zahnrädern vergleichen, die nahtlos ineinander greifen. Alle drei sind notwendig, um eine Vorwärtsbewegung zu erzielen“, sagt er.

Mit 72 Mitgliedern, davon 46 Aktiven, und einem Altersdurchschnitt von 38 Jahren ist der Verein zwar gut aufgestellt, dennoch wurde der Vorstand in der Vergangenheit nie müde in seinem Bestreben, Nachwuchs zu finden und an sich zu binden. Daran will auch Tino Jaekel festhalten. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Spielmannszuges wählten die Mitglieder ihn zu ihrem neuen Vorsitzenden.

“Ich hätte die Arbeit gern noch weitere vier Jahre fortgesetzt. Aber aus gesundheitlichen Gründen habe ich mich dazu entschlossen, das Amt des Vorsitzenden in jüngere Hände zu legen“, erläutert Müller, der zugibt, dass ihm dieser Schritt keineswegs leicht gefallen sei. Gleichsam sei er überaus zufrieden, in Tino Jaekel einen ebenso engagierten Nachfolger zu wissen.

Eine unbekannte Größe im Verein ist auch Jaekel nicht. 1997, mit 15 Jahren, trat er dem Jugendspielmannszug bei. Bereits zwei Jahre später spielte er die Querflöte im Großen Zug des Vereins. 2007 schließlich rückte er in den Vorstand des Spielmannszuges auf, dessen Vorsitz er nun inne hat.

Hilfe zugesagt

Mehr als 20 Auftritte absolviert der Schweinitzer Spielmannszug durchschnittlich pro Jahr. An dieser Statistik wird sich auch 2019 kaum etwas ändern. Auf Tino Jaekel wartet also eine Menge Arbeit. „Ich freue mich darauf und weiß mit Detlef Quaas und Matthias Michalke als weitere Vorstandsmitglieder erfahrene und rege Männer neben mir“, blickt Jaekel optimistisch voraus. Zudem haben ihm Vorgänger Norbert Müller und der ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschiedene Uwe Albrecht jedwede Hilfe zugesichert.

Zu erleben sein wird der Spielmannszug Schweinitz in den kommenden Wochen unter anderem beim Frühlingsfest in Annaburg, am 1. Mai in Schweinitz oder anlässlich der 600-Jahrfeier der Gemeinde Holzdorf. Fest notiert sind aber auch die Auftrittstermine beim Schweinitzer Heimatfest oder infolge der Feierlichkeiten aus Anlass des 60-jährigen Schuljubiläums in Schweinitz am 20. September.

(mz)

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