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Lanz-Bulldog-Hof Lanz-Bulldog-Hof: Fasziniert seit vielen Jahren

Von Frank Grommisch 29.08.2004, 16:25

Kremitz/MZ. - Gerd Edlich fasziniert die alte Landtechnik bereits seit der Schulzeit, bekannte er. Und dass sein Angebot viele anlockte, freute ihn natürlich. Auch wenn im Vorfeld ein großer Berg Arbeit zu bewältigen war. Dass alles geschafft wurde, sei durch die große Unterstützung von Sponsoren und vielen Helfern möglich geworden. "Dafür möchte ich mich bei allen bedanken."

Etliche Besucher waren sehr angenehm überrascht von der Organisation und von der Palette der ausgestellten Technik. "Dass hier so viel zu sehen ist, hätte ich nicht erwartet." Das war am Sonnabend immer wieder auf der Freifläche zu hören, auf der zumeist Traktoren unterschiedlichen Alters in Position gebracht worden waren. Aber auch einige Lastwagen und Motorräder waren zu sehen.

Wurde eins der alten Fahrzeuge gestartet oder dafür vorbereitet, bildete sich ein Pulk Interessierter, die mehr über das Gefährt wissen wollten. Vor allem bei den Lanz Bulldogs war das so. Zumal hier während des Vorglühens Zeit blieb für Fachsimpeleien. So bei Enrico Kaule aus Lebusa. Mit seinem Lanz, Baujahr 1939, war er nach Kremitz gekommen. Den Weg in den Jessener Stadtteil hatte das Gefährt, das im Laufe von zwei Jahren wieder hergerichtet wurde, aber auf einem Hänger zurückgelegt. Enrico Kaule gehört wie Gerd Edlich dem Lanz-Bulldog-Verein in Lindena bei Finsterwalde an. Und über diese Kontakte liefen auch Absprachen für die Teilnahme.

Höhepunkt des Treffens war am Sonnabend eine Ausfahrt aus Anlass des 585-jährigen Bestehens von Holzdorf. Von Kremitz aus ging es nach Holzdorf, dort durch den ganzen Ort, weiter in Richtung Premsendorf und zurück nach Kremitz. Die Zuschauer an der Straße konnten sich an rund 50 historischen Gefährten erfreuen.

Übrigens, Gerd Edlich nutzte das Hoffest auch, um sein Museum zu eröffnen. Wohl 20 Jahre trage er bereits alte Gegenstände, wie sie einst beim Leben auf dem Lande üblich waren, zusammen. Er sei halt mit so einem Sammelvirus infiziert, sagte er zu seiner Leidenschaft. Stolz ist er neben anderen, dass er seinen Besuchern eine so genannte Kochmaschine (Herd) mit Windmühlenmotiven präsentieren kann, wie sie wohl um 1910 in Gebrauch war. Ob Kindereisenbahn, Grammofon, alte Küchenutensilien, vieles hat er im Lauf der Jahre zusammengetragen.

Das Hoffest rund um die Lanz Bulldogs und die anderen Maschinen soll übrigens eine Fortsetzung finden, stellte Gerd Edlich in Aussicht. Er werde sich darum bemühen, dass es keine einmalige Veranstaltung bleibt, kündigte der Kremitzer an.

Wer das kleine Museum von Gerd Edlich besuchen möchte, hat dazu an Wochenenden oder nach vorheriger Absprache Gelegenheit. Weitergehende Auskünfte bei Gerd Edlich unter (035389) 81233.