Kreis Wittenberg Kreis Wittenberg: Schritt für Schritt Kasse gefüllt
SCHWEINITZ/MZ. - "Wir geben noch mal Gas", rief die Vorsitzende des Kinderfördervereins Schweinitz, Ulrike Beetz, den Läufern zu. Ein ziemlich großer Pulk, vor allem Schüler, aber auch einige Erwachsene, drehten Runde um Runde auf dem extra dafür präparierten Schweinitzer Festplatz. Angespornt wurden sie von dem Wissen, dass jede gemeisterte Runde bares Geld einbringt, das in die Gestaltung eines neuen Schulhofes an der Grundschule fließt. Den Wunsch gibt es schon lange, um ihn endlich verwirklichen zu können, veranstaltete der Kinderförderverein in Zusammenarbeit mit der Grundschule und weiteren Partnern zum zweiten Mal einen Sponsorenlauf.
Rund 60 Mädchen und Jungen, Frauen und Männer in einer Altersspanne von zwei bis 61 Jahren beteiligten sich nach dem Entrichten einer Startgebühr von zwei Euro (dafür gab es Würstchen, Getränk und Urkunde) daran. "Auch ehemalige Schüler haben es sich nicht nehmen lassen, hier dabei zu sein", freute sich Grundschullehrerin Ramona Ehmke. Zunächst waren die Kindergartenkinder gestartet. Sie schlugen sich tapfer. Die Besten schafften hier 15 Runden auf dem etwa 100 Meter langen Oval. Die Sponsoren aller Läufer waren aufgefordert, zumindest 50 Cent je Runde einzuzahlen. Häufig fiel der Erlös aber höher aus. Bei den Kindern waren es vor allem Eltern und Großeltern die mit klingender Münze den sportlichen Einsatz würdigten. Zu jenen, von denen die veranschlagte Laufzeit von 20 Minuten auf der großen Runde voll ausgeschöpft wurde, gehörte Anne Knoll. Die Siebenjährige, die in der zweiten Klasse lernt und gern Sport treibt, freute sich über diese Leistung. Einen Teil des Weges hatte sie ihren Vater Rico Knoll an ihrer Seite. Er habe ihr geraten, berichtete er nach dem Zieleinlauf, ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu halten. Ralph Guttenberger begleitete seinen Sohn Niklas aus der vierten Klasse auf dem Rundkurs. 25 Runden schafften beide. Der Vorsitzende des Elternrates der Grundschule freute sich über die Aktion. Da die Kommunen kein Geld hätten, müssten sich Leute selbst um bessere Freizeitbedingungen kümmern. Im günstigsten Falle sollten das Maßnahmen sein, die den Teilnehmern Spaß bereiten und zudem Geld einbringen. Für weitere kreative Ideen, die diesem Ziel dienen, seien die Elternvertreter natürlich dankbar, fügte er an.
Dass während des Sponsorenlaufes auf einem noch eingezäunten Gelände zwischen dem Festplatz und der Grundschule ein großes Lagerfeuer loderte, war kein Zufall. Unter Aufsicht von Schweinitzer Feuerwehrleuten ging hier ein großer Berg Holz von der Grundstückberäumung in Flammen auf. "Die Stadt Jessen hat die Fläche gekauft", informierte Ulrike Beetz und weckte Hoffnung. Denn auf dem Areal ist vorgesehen, ein Kleinspielfeld für die Schweinitzer Grundschüler zu errichten. Der Kinderförderverein ist optimistisch, dass hier im nächsten Jahr der Baustart vollzogen werden kann. Bemühungen um Fördermittel laufen, aber Eigenmittel sind natürlich auch aufzubringen.
Durch den zweiten Sponsorenlauf am Sonnabend konnte die Vereinskasse weiter aufgefüllt werden. Über 2 000 Euro sind hinzugekommen. Und da diese Veranstaltung zur Tradition werden soll, wird es im nächsten Jahr die dritte Auflage geben.