1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Jessen
  6. >
  7. Kreis Wittenberg: Kreis Wittenberg: Elsteraner Jugendfeuerwehr feiert 20-jähriges Jubiläum

Kreis Wittenberg Kreis Wittenberg: Elsteraner Jugendfeuerwehr feiert 20-jähriges Jubiläum

Von Boris Canje 25.09.2012, 16:49

Elster/MZ. - Mit einem Orientierungsmarsch, bei dem zehn Stationen gefunden werden mussten, gingen die Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen der Elsteraner Jugendfeuerwehr zu Ende.

Vor dessen Siegerehrung ließ Marcel Rückert, stellvertretender Jugendwart, die Geschichte Revue passieren. Gründungsjugendwarte waren demnach Frank Buhle und der heutige Wehrleiter Jens Wolter. Sie versammelten ab 1992 um sich 13 Jungen, die sich für die Feuerwehr interessierten. Dabei fanden sie Unterstützung beim Wehrleiter Frank Freit. Nachdem Frank Buhle aus privaten Gründen zurücktreten musste, übernahm Mario Prell seine Aufgabe. Und obwohl Marcel Rückert einmal verkündet hatte, sich nicht vorstellen zu können, die Jugendwehr zu leiten, bewältigt er seit 2008 dieser Aufgabe gemeinsam mit Jan Giersch. Beide kamen selbst aus der ersten Jugendwehr und hatten ein Ziel: Verbesserung der Voraussetzungen für die Arbeit des Nachwuchses. Resultate sind unter anderem der eigene Jugendfeuerwehrraum und der Jugendfeuerwehrwimpel.

Viel wurde dem potenziellen Nachwuchs für die aktive Löschtruppe in den zurückliegenden Jahren geboten. Die Teilnahme an verschiedenen Zeltlagern gehört ebenso dazu wie die Starts bei Wettbewerben. Auch waren die Elsteraner mit von der Partie, als im Heidepark Soltau ein Weltrekord aufgestellt wurde: die größte Jugendfeuerwehrveranstaltung der Welt mit 9 863 Teilnehmern.

In den 20 Jahren ihres Bestehens wechselten 18 Jugendliche in die Einsatzabteilung. "Mehr wären immer schön", kommentierte dies Marcel Rückert. Ihm entgegneten Kreisjugendwartin Susi Tiede und Landesjugendfeuerwehrwart Michael Kiel, dass die Elsteraner auf diese Zahl durchaus stolz sein können. Zumal auch in diesem Jahr wieder drei Jugendliche die Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

Wenn in Elster ein Jubiläum gefeiert wird, dann dürfen natürlich die Vertreter der Partnerwehr aus Todenmann (Landkreis Schaumburg in Niedersachsen) nicht fehlen. Sie besetzten nicht nur eine der Stationen beim Orientierungsmarsch mit, sondern übergaben vor der Siegerehrung auch ein Geschenk: einen Süßkirschenbaum. Schließlich ist Todenmann als Kirschendorf bekannt, wie Wehrleiter Ralf Marchlewski berichtete.

Holz spielte auch eine Rolle bei der Station, an der Ralf Marchlewski mitwirkte. Es galt, verschiedene Holzarten zu erkennen, allerdings befand sich keine Kirsche darunter. Ansonsten waren Wissen und praktisches Können gefragt, zum Beispiel beim Jugendrotkreuz zur Ersten Hilfe oder an der Station, an der verschiedene Knoten nach Zeit gefordert wurden. Geschicklichkeit bedurfte der Bau eines Turmes, der abwechselnd aus Tennisbällen und Toilettenpapierrollen zu errichten war. Er musste mindestens drei Sekunden allein stehen. Zahnas erste Mannschaft (von drei) holte mit 254,5 die meisten Zähler und nahm den Wanderpokal des Bürgermeisters entgegen. Zweiter wurde Aken (254) vor Bülzig (248,5). Insgesamt waren 16 Teams am Start.