Junge Musiker auf der Bühne des Jessener Gymnasiums
JESSEN/MZ.. - Als Hauptorganisator fungierte der Evangelische Kirchenkreis Wittenberg. Federführend dabei war Ekkehard Bechler aus Schweinitz, Referent für Jugendarbeit im Kirchenkreis Wittenberg. Unterstützt wurde das Bandfestival vom evangelischen Kinder- und Jugendpfarramt Magdeburg sowie mit Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt.
Fünf Fachreferenten standen Ekkehard Bechler zur Seite. Beispielsweise zeichnete Marko Kappaun aus Dresden zuständig für den musikalischen Part. Den beteiligten Musikern der Bands gab er wertvolle Hinweise, die dankbar aufgenommen wurden. Mit dabei waren unter anderem die Formationen "Cränk", "Delivery", "Ephedrine", "Not Alone" und "Firepankaka". Die restlichen Musiker hatten sich mehr oder weniger spontan zusammengerauft, eisern geprobt und brachten auch beachtliche musikalische Leistungen über die Bühne ans Publikum.
Grundanliegen, so heißt es ja auch im Motto des Bandfestivals, war es, Respekt voreinander zu haben, die Leistungen Gleichgesinnter anzuerkennen und dabei die gemeinsame Leidenschaft, die Freude am Musizieren, auszutesten und zu vervollkommnen. Das gefiel auch Stefan Schwager aus Annaburg ausgesprochen gut. Er ist Gitarrist in der Gruppe "Not Alone". Der Gymnasiast bereitet sich auf das Abitur im kommenden Jahr vor. Die Zeit für das Hobby nimmt er sich aber trotzdem. "So etwas macht richtig Spaß. Die Gemeinschaft, der Lerneffekt, das Feedback und vor allem die Betreuung durch Fachleute. Alles war super", meinte er anerkennend. Er spielt seit drei Jahren bei "Not Alone". Jonathan Bechler aus Schweinitz am Schlagzeug und Tobias Zwiebel, Sänger, aus Meuselko gehören ebenfalls zum Stamm. Neu dazu gekommen sind Daniel Ruska aus Ruhlsdorf, Bass, und Vincent Romanus, Gitarrist.
Bis zum Finale am Samstagabend stand an den Vortagen ein ziemlich hartes Training in Workshops auf dem Plan. Immer wieder wurde geprobt. Texte, Melodien und den Sound galt es zu verfeinern. "Hier im Jessener Gymnasium hatten wir ideale Bedingungen. Dafür möchten wir uns vor allem beim Schulleiter Dr. Detlef Linsner bedanken. Er hatte sofort ein offenes Ohr für dieses Projekt", lobte Ekkehard Bechler.
Jede Band hatte einen eigenen Proberaum, bis in die späten Nachtstunden wurde geübt. Auch die Versorgung war gesichert. Diese hatte das Team der Cafeteria des Gymnasiums übernommen. Auf der Bühne, also instrumental, hatten alle jungen Musiker die gleichen Bedingungen. DJ Opi, alias Mario Schandert aus Prettin, stellte die Anlage sowie die Beleuchtung. Immer wieder korrigierte er beim Soundcheck vor dem eigentlichen Konzert die Einstellungen.
Jede Band stellte sich vor dem Auftritt mit einem kurzen Trailer vor. Die hatte Christian Domnowsky aus Annaburg zuvor auf Video produziert.
Für den mittlerweile sechsten Nachwuchsband-Workshop - davon drei in Folge im Jessener Gymnasium - zieht Ekkehard Bechler eine durchweg positive Bilanz: "Im Vordergrund stand natürlich der Spaß am Musizieren. Aber ich denke mal, wir sind auch dem Grundanliegen sehr nahe gekommen. Respekt voreinander und den Leistungen anderer zu haben."