Feuerwehreinsatz bei Jessen

Feuerwehreinsatz bei Jessen: Schweine in Sicherheit gebracht

Steinsdorf - Mehrere Feuerwehren aus dem Stadtgebiet von Jessen sind in Steinsdorf im Einsatz.

Von Frank Grommisch

In einem Schweinestall am Ortsrand von Steinsdorf ist es am Donnerstag kurz nach 10 Uhr zu einem Brand gekommen. Ein Lkw-Fahrer, der auf der unweit von der Anlage entfernten Straße unterwegs war, soll den Rauch, der aus der Halle quoll, gesehen und sofort per Telefon die Meldung weitergegeben haben. Der Betreiber der Anlage, Kurt Asmussen, ist dankbar dafür.

Erleichterung ist zudem herauszuhören, als er mitteilen kann, dass die Schweine unversehrt sind. „800 haben wir in diesem Stall.“ Aufgrund des Brandes, der vermutlich in einem Technikbereich seinen Ausgangspunkt hatte, müssen Schweine in einen Nachbarstall „umziehen“. Behutsam werden sie von Feuerwehrleuten auf den Gang ins Nachbargebäude geleitet.

Der Stressfaktor soll möglichst gering ausfallen. Für einige Feuerwehrleute ist das der erste Einsatz dieser Art. Der wird in Erinnerung bleiben, sind sie sich sicher. Beim Eintreffen der Wehren sei das Wichtigste gewesen, die Strom- und die Flüssiggasversorgung zu dem Stall zu kappen, erläuterte Jessens Stadtwehrleiter Hans-Peter Schaefer. Außerdem war die Solaranlage auf dem Dach zu beachten.

Die Flammen hatten sich aus dem Technikbereich durch die Decke in den Dachstuhl gefressen, so dass es auch da schwelte. So war ebenfalls in diesem Bereich zu löschen. Wiederholt wurde das Ergebnis mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei nahm bereits Donnerstagvormittag die Ermittlungen auf. Zu dem Zeitpunkt wurde ein technischer Defekt für möglich gehalten.

Im Einsatz waren die Feuerwehren von Jessen, Schweinitz, Holzdorf, Mügeln, Linda, Kremitz und Lindwerder mit fast 50 Leuten. Die Steinsdorfer Ortswehr war nicht vor Ort. Auf ihrer Facebook-Seite wurde das sehr bedauert. Es konnte keiner ausrücken, weil die Aktiven auswärts arbeiten, heißt es da.

Für Feuerwehrleute sei dies ein Alptraum. Sie bedanken sich bei den angerückten Wehren. Den Steinsdorfer Kameraden tue es unendlich weh, dieser Wahrheit ins Auge sehen zu müssen. Die Einwohner werden um Verständnis gebeten und aufgefordert, die Wehr zu unterstützen. „Werdet aktives Mitglied und helft uns, diese Situation in Zukunft zu vermeiden.“

Hans-Peter Schaefer kann die Gefühlslage der Steinsdorfer verstehen. Doch am Einsatzort seien ausreichend Leute gewesen. „Das hat gut geklappt“, resümiert er. Auch Kreisbrandmeister Roland Karthäuser zeigt sich zufrieden. (mz)