Frühjahrsputzaktion Bethau greift wieder an beim Wettbewerb: Unser Dorf hat Zukunft
Sieben Ortschaften beteiligen sich an der gemeinsamen Frühjahrsputzaktion von Annaburg. Was erreicht wird und warum die Bethauer ein Viertel von 200 Teilnehmern stellen.

Bethau/MZ. - Schon am Ortsschild von Bethau wird deutlich, der Frühjahrsputz wird mit allem, was an Gerätschaften und Einwohnern aufzubieten ist, auf die Beine gestellt. Drei Traktoren, ein Minibagger, drei Radlader, eine Kehrmaschine und eine Mähraupe mit Mulcher wuseln nebst 54 Bethauern durch den Ortsteil von Annaburg.
Weniger Müll gesammelt
Damit ist die Ortschaft Spitzenreiter der insgesamt sieben Orte, die an der Annaburger Frühjahrsputzaktion teilgenommen haben. „Bethau bietet rund ein Viertel der Gesamtbeteiligung auf“, berichtet Annaburgs Bürgermeister Stefan Schmidt (Freie Wählergemeinschaft).

200 Teilnehmer nutzten die Aktion, um in ihrem Ort nach dem Winter klar Schiff zu machen. Das Stadtoberhaupt stellt in der Rückschau gegenüber der MZ fest, dass sich der Schwerpunkt der Aktion vom Müllsammeln hin zu Streich- und Erneuerungsarbeiten verlegt hat.

„Es ist weniger Müll als in den Vorjahren gesammelt worden“, sagt das politische Stadtoberhaupt, das sich freut, dass die Mitarbeiter des Bauhofs lediglich 100 Restmüllsäcke aus den teilnehmenden Ortschaften Annaburg, Prettin, Plossig, Purzien, Löben, Lebien und Bethau eingesammelt haben. Die Familien und Schüler der Annaburger Grundschule „Michael Stifel“ sammelten unter der Leitung von Nicole Kerz an der Schule, auf dem Markt, dem Festplatz und im Tiergarten.

Wieso die Bethauer so viel aufbieten, hängt klar mit dem großen Ziel zusammen, das Ortsbürgermeister Andreas Nowack bereits im September 2022 bei der Verleihung des Preises zum 11. Landeswettbewerb von „Unser Dorf hat Zukunft“ formulierte: „Beim nächsten Wettbewerb greifen wir wieder an.“

Damals hatten die Bethauer mit dem Gewinn der Silbermedaille knapp den Einzug in den Bundeswettbewerb verpasst. Die Frühjahrsputzaktion ist für die Dorfbewohner einer der ersten Schritte für eine neuerliche Teilnahme.
Jung und Alt packen an
Dass die Bethauer ein weiteres Mal sich so stark einbringen, beeindruckt und würdigt Andreas Nowack vor dem gemeinsamen Abendessen der freiwilligen Helfer, die an diesem Tag viel geschafft haben. Vom Kleinkind bis zum Rentner bringt jeder sein Können ein. So gibt der 84-jährige Horst Meißner sein Wissen über Baumschnitt an seine „Tagespraktikantin“ Nancy Nowack weiter.

Im Barfußpfad werden die Abschnitte erneuert und gesäubert. Während im direkten Umfeld eine neue Sitzgelegenheit samt neuem Mülleimer und einem Wasserspiel für die Kinder entsteht.

Links und rechts des Weges, der vom Barfußpfad zur Jagdhütte führt, pflanzen Jugendliche 20 Buchen, die Sepp Müller (CDU) gesponsert hat. Der Bundestagsabgeordnete wollte eigentlich selbst den Spaten schwingen, musste aber kurzfristig absagen.

Den Weg bessern Torsten Mattwo, Marcel Gießberg und Lutz Matthäs mit Splitt aus. Für eines der größeren Projekte brauchte es vor allem Pinsel und Farbe. Letztere stellte die Stadt zur Verfügung, damit der Pavillon, die vielen Bänke im Dorf und die Wippe auf dem Spielplatz wieder im neuen Glanz erstrahlen.

Bis zum Schluss fassen alle tatkräftig mit an, sodass das Beet vor der Kirche einen ganz neuen Look bekommt. Statt Hecken blüht nun eine Magnolie und auf einer Bank kann man sich ausruhen.