Pferde Therapie Zentrum Schloss Walbeck Pferde Therapie Zentrum Schloss Walbeck: Der erste Inhalationsanhänger für Pferde

Walbeck - Tinkerstute Jean wird von Jenny Arndt zu einem orangefarbenen Anhänger auf dem Hof des Schlosses in Walbeck geführt. Das Pferd trabt langsam in den hellen Hänger. Dann wird er verschlossen und ein feiner Salznebel verbunden mit ionisiertem Sauerstoff strömt hinein. Den kann Jean nun inhalieren, muss dafür keine Maske aufsetzen. Idealerweise dauert eine solche Behandlung 45 Minuten. Dann kann das Pferd zurück in den Stall oder auf die Weide.
Walbecker Tierheilpraktikerin schafft ersten Inhalationsanhänger in Sachsen-Anhalt an
Selbst Jenny Arndt, die im Pferde Therapie und Seminar Zentrum Schloss Walbeck arbeitet, könnte während der Behandlung bei dem Tier bleiben. Denn: „Das Salz aus dem Toten Meer ist sehr heilsam, auch für die Haut. Es hemmt die Entzündung und löst den Schleim, auch bei Menschen und bei anderen Tieren“, beschreibt Andrea Blath die Wirkungsweise. Sie ist Tierheilpraktikerin und hat sich den Inhalationsanhänger angeschafft. Das ist der Einzige seiner Art in Sachsen-Anhalt.
Ihr Anliegen ist es, Tieren zu helfen, die beispielsweise an Allergien leiden, an der chronisch obstruktiven Bronchitis (COB) erkrankt sind, Ekzeme oder einen Leistungsabfall haben. „Wir haben selber eine COB-Stute gehabt und nach einer geeigneten Behandlung gesucht, die zu unserem Therapiezentrum passt“, sagt Blath. Sie setzt auf natürliche Heilmethoden, auf Ruhe und eine stressfreie Behandlung fernab der Schulmedizin. Dabei stieß sie auf ein Unternehmen in Braunschweig, das die Anhänger vertreibt. Zwar könnte man eine Therapie auch mit einer Inhalationsmaske angehen, aber da fangen die Tiere irgendwann an, flacher zu atmen und nehmen das Salzgemisch nicht so gut auf.
Inhalationstherapie ist in Praxis in Walbeck und bei Tierbesitzern zu Hause möglich
Derzeit behandelt Blath ein Pferd mit Stimmbandlähmung. Nach fünf Anwendungen sei schon eine Verbesserung spürbar, sagt die Tierheilpraktikerin. Doch letztlich, das sei wie beim Menschen, kommt es immer auf die Diagnose an. Also was das Tier hat, wie schlimm die Erkrankung fortgeschritten ist - danach richtet sich die Länge der Therapie und der einzelnen Sitzungen. Die können direkt in Walbeck stattfinden, wo Blath seit gut einem Jahr ihre Praxis hat. Oder bei den Tierbesitzern zu Hause. (mz)