Mansfeld-Südharz Mansfeld-Südharz: Mieter in «blanker Unsicherheit»
Sandersleben/MZ. - Dabei werden die Sorgen in den beiden Wohnblocks nicht weniger. Noch immer müssen regelmäßig Kohlen geschippt werden, weil in den 48 Wohneinheiten eine Heizung fehlt. Und bei Regen kraucht die Nässe in die Wohnzimmer der Obergeschosse. Weil die Stadt die Sanierung nicht selbst bezahlen kann, hat der Stadtrat im Dezember beschlossen, die beiden Häuser zu verkaufen.
Doch Interessenten oder gar Käufer sind nicht in Sicht. Das bestätigt Frank Sehnert (parteilos), Bürgermeister der Stadt Arnstein, zu der Sandersleben gehört. Zumindest sei aber ein Makler beauftragt worden, der ein Wertgutachten für beide Häuser erstellen und dann aktiv auf Suche gehen soll. "Wir wollten die Mieter über den aktuellen Stand informieren, deshalb haben wir sie zur Versammlung eingeladen", begründet Sehnert. Auch sollten die Mieter beruhigt werden, dass trotz des geplanten Verkaufs, die Blocks nicht vergessen werden. "Die notwendigen Reparaturen laufen weiter wie gehabt. Wir wollen die Häuser doch nicht verkommen lassen", bekräftigt Sehnert.
Trotz der Bekundungen wächst bei den Palmsplanbewohnern die "blanke Unsicherheit", wie es Mieterin Sabine Bendel auf den Punkt bringt. Denn niemand weiß, wie es weiter geht.
Und das größte Fragezeichen in den Köpfen der Bewohnern bleibt auch nach der Versammlung: Denn was passiert, wenn sich kein Käufer für die beiden Häuser finden lässt? Mieterin Ellen Blaschek: "Uns wird von der Verwaltung nur geantwortet: Es gibt nur Plan A und das ist der Verkauf. Einen Plan B gibt es nicht."