Blauröcke werben in Kita
Großörner/MZ. - Zu zehn Einsätzen waren die Mitglieder der Wehr 2005 gerufen worden. Ölspuren mussten beseitigt und Sturmschäden behoben werden, ein kleiner Flächenbrand war zu löschen. Den schlimmsten Einsatz hatten die Blauröcke bei einem Verkehrsunfall: Ein junger Mann konnte nur noch tot aus dem Mühlgraben geborgen werden, drei weitere Insassen kamen mit leichteren Verletzungen davon. "Das ist für alle Beteiligten immer eine große Belastung", sprach Wehrleiter Wolfgang Zinke aus eigener Erfahrung.
Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Feier zum hundertjährigen Bestehen der FFW Großörner. Zinke bedankte sich noch einmal bei allen Helfern und Sponsoren, durch deren Engagement das Fest in Anwesenheit von hochkarätigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft zu einem unvergesslichen Ereignis wurde. Beim Leistungsmarsch für die Jugendfeuerwehren, für dessen Ausrichtung Großörner im Jahre 2005 verantwortlich zeichnete, belegte die Jugendwehr Großörner einen fünften Platz von 35 teilnehmenden Gruppen. "Darauf sind wir stolz", meinte Stefan Baumgarten, der für die von ihm angeleiteten acht Jugendlichen für 2006 neben den regelmäßigen Schulungen auch einen Besuch zum Tag der offenen Tür in Heyrothsberge plant.
Jetzt arbeitet die Jugendwehr von Großörner eng mit der Jugendfeuerwehr von Leimbach zusammen, woraus sich eine Tradition entwickeln soll. Auf "Werbung beizeiten" stellt sich der Feuerwehrverein ein: Regelmäßige Besuche von Gruppen der örtlichen Kita und der Grundschule im modernen Gerätehaus sollen Interesse an der Mitarbeit wecken, hofft Karl-Heinz Müller.
Künftig sollen Kindergruppen ab Schuleintritt gebildet werden dürfen, war zu erfahren. In Richtung Bürgermeister und Stadtrat ging eine Kritik vom Wehrleiter: "Wenn bei gesundheitlicher Vorsorge, z.B. Schutzimpfungen, mit dem Sparen begonnen wird, spielt man mit dem Leben der Kameraden, die ja oft ihr Leben für die Allgemeinheit einsetzen." Diese Kritik nahm der stellvertretende Bürgermeister Peter Knispel mit. Trotz Sparzwangs überreichte er dem Wehrleiter eine Geldzuwendung, wofür ihm der Beifall der Anwesenden sicher war. Blumen und eine Treuemedaille erhielten Frank Henneberg für zehn Jahre und Egon Große für 40 Jahre aktiven Dienst, Enrico Lachmann wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Mit einem fröhlichen Fest ging die Versammlung zu Ende. Die Blauröcke konnten unbeschwert feiern, hatte doch die Wehr von Mansfeld kameradschaftlich die Bereitschaft übernommen.