Viele Grüße aus Halle Viele Grüße aus Halle: Das sind die beliebtesten Postkartenmotive

Halle (Saale) - Wenn einer eine Reise tut... dann schickt er ganz bestimmt auch gern eine Karte an die Daheimgebliebenen, um zu zeigen wie schön es war. Tausende von Ansichtskarten mit den Wahrzeichen der Stadt wurden auch in diesem Sommer in die weite Welt verschickt. Denn trotz der Möglichkeit Fotos via Internet zu versenden, erfreuen sich Urlaubsgrüße mit einer Ansichtskarte immer noch großer Beliebtheit.
Dabei haben Karten-Käufer die Qual der Wahl. Mehr als 50 Karten-Motive gibt es von der Saalestadt - zumindest vom Schöning Verlag, einem der größten Touristenverlage Deutschlands. Seit der Wende beliefert der Verlag den halleschen Einzelhandel mit Motiven der Stadt. Jedes Jahr kommen neue Ansichten hinzu und landen in den Aufstellern von Lotto-Toto-Läden, Schreibwarenfachgeschäften oder in den Regalen der Kaufhäuser. Darüber hinaus steigt die Auflage der einzelnen Motive jährlich.
Mehr als 2.500 Mal ging 2014/15 die Karte mit dem halleschen Marktplatz und dem Rotem Turm in der Mitte über den Ladentisch. Umrandet ist das Wahrzeichen von weiteren kleinen Fotos, die andere Sehenswürdigkeiten zeigen. Etwa genauso oft entschieden sich Touristen für einen Bildermix mit Händeldenkmal, Saline, Oper und Dom. Auf der Karte ist zu lesen „Schönes Halle a.d. Saale“. An dritter Stelle steht eine Luftaufnahme vom Marktplatz, die in die Welt an Freunde und Bekannte verschickt wurde. Auch hier liegen die Verkaufszahlen bei über 2.000 Exemplaren. Das Einzel-Motiv ist dabei aber sogar eine Ausnahme, denn am beliebtesten sind Karten mit mehreren Abbildungen, sagt Sabine Leppin vom Schöning Verlag. Denn: „Der Absender zeigt damit dem Empfänger der Karte, was es alles in Halle zu sehen gibt und kann seine Geschichte hierzu erzählen.“
Auch wer zum wiederholten Mal eine Karte aus Halle verschicken möchte, dem wird die Auswahl schwer fallen. Der Verlag aktualisiert und ergänzt ständig sein Angebot. Wenn beispielsweise ein historisches Gebäude neu gestrichen wurde, steht eine Neuaufnahme des Motivs an. Am liebsten im Sommer, mit blauem Himmel und grüner blühender Umgebung.
Doch Karten sind nicht das einzige, was Daheimgebliebene von Halle zu sehen bekommen. Im August besuchten allein 9.500 Gäste die Tourist-Information am Markt. Im Juli waren es 8.700, denn Städte-Reisen nach Halle seien im Hochsommer nicht unbedingt das Ziel von Touristen. Im Juli und August verreisen die meisten Deutschen mehrere Wochen; Städtetrips sind eher im Mai, September und im Oktober beliebt, weiß Isabel Hermann vom Stadtmarketing. Dennoch finden die Souvenirs, die in der Tourist-Information am Markt verkauft werden, das ganze Jahr über neue Besitzer. Neben Postkarten mit den Comic-Figuren Finni und Rudi greifen viele zum Schlüsselanhänger mit dem Roten Turm - ein überaus beliebtes Wahrzeichen bei Besuchern aus dem Osten Deutschlands, sagt Hermann. „Paris hat den Eiffelturm - Halle den Roten“, sagt sie mit einem Augenzwinkern.
Deutschsprachige Gäste nehmen gern Mundarten-Produkte mit. Dazu gehört zum Beispiel ein Turnbeutel für das „Sport-Jelumpe“ und ein Regenschirm mit der Aufschrift „Woanders regnets in Halle jirschts“. Neu ist ein Plakat mit den beliebtesten Halle-Wendungen. Von „schwoofen“, „Gingerliddzchen“ bis „Or is jud, Meinor!“ kann damit jeder die Hallenser beim Wort nehmen und ein bisschen Dialekt üben.
Osteuropäische Besucher wiederum haben es auf Magnete abgesehen, sagt Hermann. Russische Gäste, die auf Familienbesuch in Halle sind, bringen die gern ihren Bekannten mit. Das gleiche gilt für Halloren-Salzprodukte, Zinnbecher und Porzellan. Spanier, Franzosen und Niederländer hingegen stehen eher auf das Händel-Sortiment. Sie entscheiden sich oft für den Stoffbeutel mit Graffiti-Händel oder packen einen Händel-Fächer ein.
Mehr Halle-Produkte gibt es auf der Seite des Stadtmarketings zu sehen auf: www.shop.stadtmarketing-halle.de
