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Ehemalige Giftgasfabrik in Ammendorf Umweltschäden in Halle? CDU macht Druck zu Orgacid

Ist das Gelände der einstigen Ammendorfer Giftgasfabrik verseucht – und wenn ja, in welchem Maße? Im Moment gebe es mehr Fragen als Antworten, sagt ein Wissenschaftler. Wie die CDU das ändern will.

Von Annette Herold-Stolze 04.04.2025, 06:00
Blick von oben: Welche Gefährdung von dem ehemaligen Gelände der Ammendiorfer Giftgastfabrik ausgeht, ist unklar.
Blick von oben: Welche Gefährdung von dem ehemaligen Gelände der Ammendiorfer Giftgastfabrik ausgeht, ist unklar. Foto: Steffen Schellhorn

Halle (Saale)/MZ. - Zuletzt war sogar in der US-amerikanischen Los Angeles Times von Orgacid die Rede: in einer Rezension zu dem Buch „Children of Radium“ (Kinder des Radiums). Der britische Autor Joe Dunthorne berichtet darin über seinen Urgroßvater, einen jüdischen Chemiker. Siegfried Merzbacher war in den 1920er Jahren bei der Auergesellschaft im brandenburgischen Oranienburg beschäftigt. Das Unternehmen wiederum ist an der einstigen Ammendorfer Giftgasfabrik beteiligt gewesen. Orgacid habe, heißt es in dem Zeitungsbeitrag, „ein toxisches Durcheinander und eine hohe Inzidenz von Krebsfällen hinterlassen“.