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Straftaten im Jahr 2024 So kriminell ist Halle

Wie entwickeln sich die Straftaten in Halle? Welche Delikte gibt es besonders oft? Und wie oft sind Zuwanderer beteiligt? Einblick gibt die Kriminalstatistik des Polizeireviers Halle.

02.04.2025, 15:28
Wie viele Straften gab es 2024 in Halle?
Wie viele Straften gab es 2024 in Halle? (Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Halle (Saale)/MZ/EI. - Halle wird sicherer - so lassen sich die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik deuten, die das Polizeirevier Halle jetzt veröffentlicht hat. So gab es in Halle im vergangenen Jahr deutlich weniger Straftaten, auch die Beteiligung von Zuwanderern an diesen Straftaten ging zurück. Einen Großteil der Gesamtkriminalität nehmen weiterhin Diebstähle ein.

Polizei: So viele Straftaten gab es in Halle im Jahr 2024

Konkret wurden im Jahr 2024 im Zuständigkeitsgebiet des Polizeireviers Halle insgesamt 26.598 Straftaten registriert. Das sind 3.941 Fälle weniger als noch 2023 (minus 12,9 Prozent). Laut Mitteilung konnten 11.842 Fälle aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt damit bei 44,5 Prozent. In 2.826 Fällen waren Geflüchtete bei den Straftaten beteiligt. Ein Minus von 605 Fällen im Vergleich zu 2023.

Wie das Polizeirevier weiter mitteilt, schlüsseln sich die tatverdächtigen Personen wie folgt auf: Zu den 11.842 geklärten Straftaten konnten insgesamt 7.338 Tatverdächtige ermittelt werden - davon waren 1.631 Jungtatverdächtige (unter 21 Jahren) und 2.446 nichtdeutsche Tatverdächtige.

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Diebstähle in Halle haben Konjunktur

Die meisten Straftaten in Halle fallen unter die Diebstahlsdelikte. Diese machen 39 Prozent an der Gesamtkriminalität aus. Jedoch ist auch hier ein Rückgang zu verzeichnen. So wurden 2024 im Vergleich zum Vorjahr 10.358 Fälle registriert - und damit knapp 4 Prozent weniger. Die Aufklärungsquote in diesem Deliktfeld beträgt 26,1 Prozent.

Im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls erfasste das Polizeirevier Halle für seinen Zuständigkeitsbereich im 177 Fälle (minus 40 Fälle). Mehr als die Hälfte, nämlich 57,6 Prozent, der Einbrüche blieben aber im Versuchsstadium stecken.

Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung steigen in Halle

Die Rauschgiftkriminalität machte im vergangenen Jahr 888 Fälle aus. Dies bedeutet eine Minderung von 37 Prozent. Die sogenannten Konsumentendelikte“ (allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz) bilden mit 665 erfassten Fällen in diesem Deliktbereich den größten Anteil ab. Bei der am häufigsten konsumierten Droge handelt es sich um Cannabis und deren Zubereitungen.

Gegen den Trend laufen derweil Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Hier gab es mit insgesamt 452 erfassten Straftaten ein Plus von 27 Fällen. Die Aufklärungsquote liegt jedoch bei 84 Prozent.