Picknick mit Popstar Max Giesinger auf der Peißnitz: So war das Open Air-Konzert mit dem Popstar in Halle

Halle (Saale) - Pop-Star Max Giesinger springt mit seiner Gitarre von der Bühne. Fans kreischen. Handys schießen nach oben. Klack, klack, klack. Ein Erinnerungsfoto mit dem Sänger aus nächster Nähe. Ja, dafür sind die Fans am Samstag nach Halle gekommen. Aber nicht nur.
Picknick Open auf der Peißnitz: Keimzeit, Eule, Lukas Rieger und Prince of Passion
Mit den Picknick Open beginnt der Eventsommer auf der Saaleinsel. Bis zum Abend strömen nach Angaben des Veranstalters, der Mawi Konzertagentur, 2.000 Menschen auf das Gelände. Es ist ein Fest für die ganze Familie, bei dem Kinder auch Fußball spielen können, während ihre Eltern die Auftritte von Keimzeit, Eule, Lukas Rieger und Prince of Passion gemütlich von ihren Decken aus verfolgen.
Sabine Elling ist mit ihrer Tochter Alina (9) aus der Nähe von Magdeburg angereist. „Es war eine spontane Idee und wir sind auch das erste Mal hier. Ich finde es gut, dass mal an die ganze Familie gedacht wird und so ein Konzert nicht erst abends beginnt“, erzählt sie. Derweil legt der Prince auf der Bühne auf. Die Teenager, vor allem weiblich, stehen ganz vorn und himmeln ihren Liebling an. Die kleine Alina hat da (noch) einen anderen Geschmack. „Wir sind wegen Max hier.“
Picknick Open auf der Peißnitz: Halles Image aufpoliert
Die beiden Kumpels Christian und Thomas lümmeln auf einem aufblasbaren Sofa herum, auch ihre besseren Hälften Nöre und Kathy sind dabei. Sie wohnen in Leipzig und Wolfsburg. „Halle hat noch immer einen eher graues Image. Aber wenn man mal hier ist, dann merkt man erst, wie toll die Stadt doch ist“, sagt Christian und nimmt einen Schluck Bier aus dem Plastikbecher.
Dass es nicht so voll ist, findet das Quartett gut. So sei es doch viel gemütlicher als bei den ganz großen Konzerten. Wobei, voll wird es auf der Peißnitz schon am 9. Juni zur 90er-Jahre-Party, die ausverkauft ist. Einen Tag danach tritt Nena auf. Später im Verlauf des Sommers kommen Billy Idol, Joan Baez und Limp Biszkit. Da wird die Hütte voll.
Vermutlich auch deshalb fällt das Fazit von Mawi versöhnlich aus. „Natürlich hätten es noch ein paar mehr Leute sein können“, sagt Pierre Gehrmann aus der Konzertagentur. Aber wichtig sei doch, dass es zu keinen Zwischenfällen kam, alles friedlich blieb und bis auf eine kleine Husche am Nachmittag auch das Wetter mitspielte. Gut möglich aber, dass die Ankündigung von Gewittern ihr übriges tat und Fans eher abschreckte. (mz)
