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Halle Halle: Sportgeschäft Schnee galt als Geheimtipp

Von Claudia Crodel 27.01.2012, 19:45

Halle (Saale)/MZ. - Die richtige Antwort gab auch Christa Helm . Ihre Postkarte wurde in dieser Woche als Gewinnerzuschrift gezogen. Nun erhält die Rätselfreundin 25 Euro per Scheck.

"Das Haus wurde 1927 von den Architekten Julius Kallmeyer und Wilhelm Facilides erbaut", wusste Siegfried Dümke . Haie-Jann Krause , der über die Architekten an der Bauhaus-Uni Weimar promovierte, war 2008 an den Sanierungsarbeiten des Hauses beteiligt.

Viele Leser haben Erinnerungen an das in dem Gebäude untergebrachte Sportgeschäft: "Die Bedienung in dem Geschäft war zu DDR-Zeiten etwas Besonderes, sehr zuvorkommend", meint Anngret Plumbaum . "Ein Prokurist im schneeweißen Kittel konnte alle Fragen über Sportgeräte super gut beantworten und erklären. Es war ein tolles Geschäft", erinnert sich Joachim Peinert . "Etwas versteckt in dieser Nebenstraße in der Nähe des Marktplatzes war das Geschäft oft ein heißer Tipp, wenn man vergeblich nach etwas in der ganzen Stadt gesucht hatte", weiß Eberhard Koch noch heute. Rosemarie Neumann erinnert sich noch daran, dass ihre Ski und ihr Schlitten aus diesem Geschäft stammten. "Die haben wir etwa im Jahr 1941 dort gekauft."

In Gitta Ködel rief unser Rätselfoto viele Erinnerungen hervor: "1957 begann ich dort meine Lehre als Fachverkäuferin. Nach der Lehre war ich noch 29 Jahre in dem Geschäft tätig", steht in ihrem ausführlichen Brief.

Auch Inge John absolvierte im Sportgeschäft Schnee Nachfolger ihre Lehre, das war 1951 bis 1953. Sie kann sich an viele Details in dem Haus erinnern: "In der ersten Etage war auf einer Hälfte das Textillager. Der andere Teil war Lager für Sommer- und Wintersportgeräte und Werkstatt. Dort wurden Tennisschläger repariert und Skibindungen montiert. In der Ecke stand außerdem ein Sofa, wo wir unsere Mittagspause verbrachten", schreibt sie unter anderem. Das Sportgeschäft habe es noch bis Mitte der 80er Jahre gegeben, recherchierte Sabine Trenk .

Nach der Wende sei in dem Haus eine Filiale einer Bank untergebracht gewesen. Und auch ein Blumenladen sei in dem Haus ansässig gewesen, wusste H. Nowak .

Das neue Rätselmotiv hat unser Fotograf in der Großen Brunnenstraße entdeckt. Aber wo dort genau? Wer kann etwas über die Geschichte des Hauses schreiben? Wer weiß etwas über die Firma? Die Zuschriften sollten diesmal bis zum Donnerstag, 2. Februar , in der MZ-Lokalredaktion, Delitzscher Straße 65, 06112 Halle eingetroffen sein. Es wird wieder ein Gewinner ermittlet, der 25 Euro per Scheck erhält. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.