Generationenwechsel im Flower 2.0 Generationenwechsel im Flower 2.0: So erfindet sich Halles "Flopo" neu

Halle (Saale) - Blumen, Blüten, bunte Farben soweit das Auge reicht: Das war 15 Jahre lang das Flower Power von Halle. Seit vergangenem Dezember zeigt sich der beliebte Club mit einem neuen Gesicht - zurückhaltender, aber mit einer ähnlichen Philosophie. Verantwortlich für die große Veränderung sind die beiden neuen Geschäftsführer Lukas Röse und Maximilian Leißring. Nach und nach übernehmen sie jetzt den „Staffelstab“ von Betreiber René Lorenz.
Dabei sind auch die beiden „Neuen“ eigentlich schon „alte Hasen“ in der halleschen Gastroszene. Gemeinsam haben sie im Dorint Hotel ihre Ausbildung gemacht, sich kennen und schätzen gelernt. „Ich habe Max dann gefragt, ob er sich mit mir gemeinsam selbstständig machen möchte“, erinnert sich Lukas Röse - darüber habe sein Freund nicht lange nachdenken müssen. So entstand schließlich die Bierkanzlei, die fest zur Barszene rund um den Moritzburgring gehört.
Erst für den Flower Power-Chef gekellnert
Zum Flower 2.0 kamen die beiden schließlich über René Lorenz, der eigentlich KFZ-Sachverständiger ist und das Gebäude 2003 gekauft hat. „Mir hat immer das Tablett in der Hand gefehlt“, erzählt Lorenz, der zwar im Studium gekellnert hat, danach aber erst einmal als Sachverständiger gearbeitet hat. Schließlich habe er die richtige Location gesucht und im Flower Power gefunden.
Lukas Röse hat dann seinerseits bei Lorenz gekellnert und es entstand eine Freundschaft zwischen dem 47-Jährigen und dem 35-Jährigen.
Flower 2.0 in Halle: Keller zu Kneipe, Bar und Disko umgebaut
Dort, wo das heutige Flower 2.0 ist, war lange Zeit aber nur Lager, Heizungskeller und Werkstatt. „Wir haben dann angefangen zu überlegen und ein Jahr lang rumgebastelt“, erzählt Lorenz, dann haben sie alles ausgeräumt, die Kellerräume entkernt und saniert. „Es sollte eine Mischung aus Kneipe, Bar und Disko entstehen - wie oben auch“, sagt der Betreiber.
Etwas anders als der ursprüngliche Club wurde es dann aber doch: Alles bekam eine Steinoptik, die Blumendeko ist deutlich zurückhaltender und eine Lüftungsanlage sorgt auch im Sommer für frische Luft in der Kelleranlage. Am 1. Dezember 2017 konnten die drei ihr neues „Baby“ dann endlich öffnen. „Und es hat von der ersten Minute an gerockt“, freut sich Lorenz - so wie es jetzt ist, habe er es sich immer gewünscht.
Flower 2.0 in Halle: In 15 Jahren gab es hier noch nie Eintritt
Immer, wenn sich die Leute nachts fragen, wo sie jetzt noch hingehen könnten, sei die Antwort „Ins Flower“, erinnert er sich, wie es auch schon früher war, als es unter den Kneipiers hieß „Seid nicht sauer, geht ins Flower“.
Und das liegt nicht nur daran, dass es in 15 Jahren noch nie Eintritt in dem Club gab, der für eigentlich alle Altersgruppen etwas zu bieten hat.
Künftig sollen Lukas Röse und Maximilian Leißring den Club dann einmal ganz übernehmen. „Ich habe zwei Profis dazugeholt und kann endlich auch mal abschalten“, betont Lorenz. Für ihn ist vor allem wichtig, dass seine „fröhlichste Kreuzung der Welt“ erhalten bleibt und dass „die Jungs“, wie er sie nennt, mit Herzblut für den Club brennen und Spaß haben. (mz)