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"Bierkanzlei" in Halle "Bierkanzlei" in Halle: Von Bier mit Donut bis zum Bier-Seminar nur für Frauen

Von Katja Pausch 10.03.2018, 18:00
Bier - wohin man schaut. Max Leißring und Lukas Röse haben ihre „Bierkanzlei“ erweitert. Jetzt gibt’s über 400 Sorten.
Bier - wohin man schaut. Max Leißring und Lukas Röse haben ihre „Bierkanzlei“ erweitert. Jetzt gibt’s über 400 Sorten. Holger John

Halle (Saale) - „Es gibt kein Bier auf Hawaii, es gibt kein Bier“ - dieser Schunkelsong mag vielleicht für die tropische Insel, nicht aber für Halle gelten. Denn hier sorgt die „Bierkanzlei“ für die qualitätsvolle Versorgung derjenigen, die gern ein Bier nicht nur trinken, sondern richtig genießen wollen. Vor gut eineinhalb Jahren von den Hallensern Max Leißring und Lukas Röse gegründet, hat sich der Eckladen im ehemaligen Kinogebäude Urania 70 am Uniring zu einem Mekka für Freunde und Liebhaber des Gerstensaftes entwickelt.

So gut, dass die beiden „Anwälte“ in Sachen Bier inzwischen sogar erweitern konnten. „Wir haben den ehemaligen Bar-Raum der Disko „Flower Power“ hinzubekommen und können jetzt auf fast der doppelten Fläche Bier anbieten“, sagt Lukas Röse nicht ohne Stolz. Gemeinsam mit Geschäftspartner Leißring, den Röse während seines studentischen Nebenjobs im „Immergrün“ in Halles Gastro-Szene kennengelernt hat, wurde auch die Erweiterung mit großem Elan gemeistert.

„Bierkanzlei“ in Halle: Bier „in das tatsächlich Donuts reingefallen sind“

„Vor ein paar Wochen standen hier noch die Diskogänger am Tresen“, sagt Röse. Inzwischen ist das „Flower Power“ in den Keller gezogen und die „Bierkanzler“ haben das Feld übernommen: Der Blick durch das Geschäft hat jetzt dank herausgenommener Wände freie Sicht auf Regale, in denen sich verschiedenste Bierflaschen präsentieren. „Wir haben unser Sortiment fast verdoppelt“, so Lukas Röse.

Von ehemals über 200 Biersorten sind jetzt 420 im Angebot. Darunter sind solche Exoten wie das „Imperial Doughnut Break“ - ein Bier aus New York mit 11,5 Prozent Alkoholgehalt, „in das tatsächlich Donuts reingefallen sind“, lacht Röse. Oder das „Woot Stout“ - ein kalifornisches Bier, bei dem kein Geringerer als Star-Trek-Schauspieler Wil Wheaton mitgemischt hat. Ein Kölsch aus Tokio, das natürlich nicht „Kölsch“ genannt werden darf und mit seinen acht Prozent ein Golden Ale ist, gehört auch dazu. Insgesamt haben die „Bierkanzler“ seit der Eröffnung im Herbst 2016 durch steten Wechsel mehr als 2.000 Sorten im Laden.

„Bierkanzlei“ in Halle: Bier-Seminar nur für Frauen

Bei Bier-Seminaren, die nun mit noch mehr Teilnehmern am endlos langen Tisch im hinteren Raum stattfinden können, erfahren Bierfreunde mehr über Hopfen und Malz, Hefe und Wasser - und über Brautechniken. „Letztens hatten wir ein Bier-Seminar nur für Frauen - das war cool“, so Lukas Röse. Die Frauen seien sehr interessiert gewesen, die Stimmung gelöst. Statt des üblichen kräftigen Barbecues gab es an diesem Abend gegartes Hühnchen, und es floss statt Starkbier eher Gose und Berliner Weiße.

„Frauen trinken lieber nicht so hochprozentige Biere“, hat Röse, der sogar hartnäckige Weintrinkerinnen geschmacklich überzeugt hat, an diesem Abend festgestellt. In den nächsten Monaten haben die Bier-Experten übrigens viel vor: Am 21. März wird bei „Roulette und Rutschen“ um Bier gespielt. Und die ehemalige Disko-Tanzfläche wird zu einem Imbiss. Dann gibt’s zum Bier auch noch gutes Essen. (mz)