Wiesi nicht zu bremsen Wiesi nicht zu bremsen: Weitere Wiesenmarkt-Maskottchen sind schon in Arbeit

Eisleben - Wiesi ist nicht zu bremsen. Das beliebte Maskottchen des Eisleber Wiesenmarkts taucht in immer neuen Kostümen im Stadtgebiet auf. 43 sind es mittlerweile, und die nächsten sind bereits fertig oder in Arbeit.
„Wir freuen uns, dass das so gut angenommen wird“, sagte Alexandra Könitz vom Eigenbetrieb Märkte, der seit 2004 mit dem fröhlichen Wiesenochsen für das größte Volksfest in Mitteldeutschland wirbt - mit Unterstützung durch Sponsoren.
Ganz neu ist der Wiesi des mitteldeutschen Wasserversorgers Midewa. Gestaltet haben die Figur sechs Schülerinnen des Eisleber Martin-Luther-Gymnasiums: Julia Steinbrück, Josefine Traeger, Maren Kaczor, Kim Grothe, Luise Herklotz und Freya Buchholz. Betreut von ihrer Kunstlehrerin Susanne Siebenhüner-Knauer haben sie den Wiesi-Rohling nach einem eigenen Entwurf angemalt.
„Zum Sachsen-Anhalt-Tag 2015 in Köthen hatten Gymnasiasten für uns eine Kunst-Kuh geschaffen“, sagte Midewa-Geschäftsführer Uwe Störzner. „Diese Idee wollten wir zum Sachsen-Anhalt-Tag in Eisleben wieder aufgreifen.“ Das Ergebnis könne sich sehen lassen. „Der Wiesi ist wirklich toll geworden“, so Störzner bei der Übergabe am Montag. „Es war ein gelungenes, gemeinsames Projekt.“
Er dankte den Schülerinnen mit 250 Euro für die Klassenkasse. Der Midewa-Wiesi wird zum Landesfest mit den anderen Wiesis in der Freistraße/Markt aufgestellt. Danach wird er seinen Standort an den Stadtterrassen in der Sangerhäuser Straße haben.
Der erste Apotheken-Wiesi steht seit kurzen in der Helpide-Apotheke im Kaufland, Hallesche Straße. „Ich hatte schon seit längerem darüber nachgedacht“, sagte Steve Raudenkolb, Inhaber der Helpide- und der Glückauf-Apotheke. Das Reformationsjubiläum und der Sachsen-Anhalt-Tag seien nun ein guter Anlass gewesen, einen eigenen Wiesi zu gestalten.
„Wir sehen das auch als ein Bekenntnis zu Eisleben“, so Raudenkolb. Das Besondere an dem Apotheker-Wiesi sei das Medizinglas in der Hand. „Wir sind sehr zufrieden mit der Umsetzung unserer Ideen. Auch den Kunden gefällt der Wiesi.“ Später solle das Maskottchen auch mal vor der Glückauf-Apotheke in der Schillerstraße stehen.
Geplant, aber noch nicht fertig ist der neue Wiesi der Stadtwerke. Das kommunale Unternehmen will damit auf sein neues Geschäftsfeld, das Breitband-Internet, aufmerksam machen. „Wir hatten Kitas und Schulen zu einem Kreativwettbewerb aufgerufen“, so Stadtwerke-Mitarbeiter Michael Teichmann.
Eine Jury habe mittlerweile unter den 70 Einsendungen die Gewinner gekürt. Gestaltet wird der Wiesi nach einem Entwurf von Schülern der Thomas-Müntzer-Grundschule. Und beim Namen hat der Vorschlag der Kita „Bummi“ gewonnen: „Speedy“. Beide Einrichtungen erhalten als Preis je 250 Euro für ein Sommerfest.
Entworfen hat die circa 1,80 Meter große Figur der hallesche Designer Detlef Adebahr. Er stellt auch die „Rohlinge“ her. Seit 2014 gibt es ein überarbeitetes Modell. Und die Nachfrage ist laut Alexandra Könitz vom Eigenbetrieb weiter gut. „Es gibt schon die nächsten Interessenten und Voranmeldungen.“ (mz)