Verein möchte alte Kirche für Sommerkino nutzen
EISLEBEN/MZ. - Und die 13 Vereinsmitglieder um die Vorsitzende Martina Matuschek können bereits eine stolze Bilanz ziehen: Seit der Premierenveranstaltung Anfang April in der Landesbühne sind schon mehr als 500 Besucher gezählt worden. Dabei setzt der Verein die alte Tradition des Landfilms fort und bespielt mit seinem "Mobilen Kino" nicht nur große Säle, sondern auch kleine Dorfgemeinschaftshäuser oder den Blankenheimer Landgasthof mit gerade mal 20 Plätzen.
Auch für den Sommer hat "Kino 009" bereits etliche Filmveranstaltungen in mehreren Orten geplant. In Eisleben hat Vereinsmitglied Ralf-Dieter Matuschek dafür eine besondere Räumlichkeit im Auge: die alte Gertrudkirche in der Nicolaistraße. Das 1865 eingeweihte katholische Gotteshaus wird seit 1917 nicht mehr als Kirche genutzt und diente bis 1994 als Aula und Turnhalle für die Rühlemann-Schule. Eigentümerin ist die Stadt. "Die Kirche und der Garten drumherum wären ideal für unser Sommerkino", so Matuschek. Die Idee sei, drei thematische Kino-Wochenenden zu veranstalten (Italien, Defa-Filme, Ost- und West-Klassiker) und die Kirche dementsprechend auszugestalten. Baumaßnahmen am Gebäude seien nicht notwendig. "Wir könnten allerdings nur eine symbolische, sehr geringe Miete zahlen", so Matuschek.
Wie Oberbürgermeisterin Jutta Fischer der MZ sagte, werde der Hauptausschuss des Stadtrates in seiner nächsten Sitzung über den Antrag des Vereins beraten.