Prüfung für Ross und Reiter
Helmsdorf/MZ. - Rund 700 Mal haben die Wertungsrichter im Verlaufe des Helmsdorfer Schlossparkturniers an beiden Tagen des Wochenendes ihre Wertungen abgeben müssen. Das beliebte und traditionelle Turnier für Spring- und Dressurreiter zog Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Hessen, Berlin-Brandenburg und Nordrhein-Westfalen an.
Monika Thieme, eigens für die Meldestelle und die Auswertung der einzelnen Disziplinen aus Bad Dürrenberg angereist, hatte an ihrem Laptop jede Menge zu tun. Rund 700 Starts in den 23 angesetzten Prüfungen und dazu rund 300 aktive Reiter mit 380 Pferden standen in ihren Listen. Unterstützt wurde sie von Heidi Hesse und Hannelore Belitz. Für Thieme kein Problem, sie hat lange Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. "Wir haben sie nicht umsonst hierher geholt", bekräftigt Jürgen Laue, Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Helmsdorf / Gerbstedt, der das Turnier bereits seit einigen Jahrzehnten mit zunehmendem Erfolg ausrichtet.
"Das Schlossparkturnier ist eins der schönsten in Sachsen-Anhalt", urteilte Harald Sporreiter, Wertungsrichter und gleichzeitig Moderator am Sprungparcours. "Ich bin in meiner Jugend hier selbst schon geritten. Der Platz ist sehr gut vorbereitet, das Geläuf ist gut und auch der Dressurplatz ist bestens präpariert worden", lobte er die Vorbereitung des Geländes durch die rund 50 Vereinsmitglieder. Hinzu komme noch das Flair des Geländes mit seinem parkartigen Charakter, das seinen besonderen Reiz ausmache.
Ihm und den Mitgliedern der Jury blieb indes kaum Zeit für eine Pause. Denn sie hatten die Bewertung in 13 Durchgängen der Leistungsklassen E (Einsteiger), A (Anfänger), l (Leicht) und M (Mittel) zu übernehmen. Dabei war zwischen den Bewertungen der Jungpferde, der jungen Springreiter und dem klassischen Springreiten zu unterscheiden. Gleiches galt für die zehn Dressurprüfungen. Höhepunkt war das Springen um den Großen Preis mit rund 30 Teilnehmern. Dabei schreibt es das Reglement vor, dass die zehn besten Teilnehmer nochmals durch den Parcours müssen, der für alle Disziplinen von Parcourschef Ingo Pohle aus Dittfurth und seinem Assistenten Torsten Scholz aus Walbeck gestaltet worden ist. Sehr zufrieden zeigten sich die Aktiven über die zwei großzügigen Einreitplätze zwischen dem Dressur- und den Springparcours und die damit geschaffene Möglichkeit, die Pferde vor den Prüfungen entsprechend aufzuwärmen.