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Osterhase fährt in Ponykutsche vor

Von Hans-Joachim Paduch 09.04.2007, 15:05

Benndorf/MZ. - Die Mädchen und Jungen konnten es kaum erwarten, damit eine Runde um das ehemalige Fuhrmannsche Gut in Benndorf - Hof der Gewerke - zu drehen. Dorthin hatte der Heimat- und Förderverein der Gemeinde zum Osterfest eingeladen.

Aber bevor die Kinder in die Kutsche klettern durften, lenkte Hartmut Prill das flotte Gespann erst einmal leer vom Hof, um allerdings gleich danach mit einem Gast wieder zu kommen, der bei den Kindern mindestens ebenso bleibt war wie die beiden Ponys: dem Osterhasen. Steffi Gebel zeigte sich als Osterhase dann auch sehr freigiebig und hatte in ihrem großen Korb jede Menge bunte Eier und viele Süßigkeiten als Überraschung parat.

Fast zur gleichen Zeit hat Andreas Schwürz die schwere Eisentür des großen Steinbackofens mitten im Hof geöffnet. Mehr als 200 Grad zeigte das Thermometer. Mit dem langen Schieber zog er rund 200 knusprige Brote aus dem Inneren des Ofens. Am Eingang zur Feierscheune hatten sich die Erzieherinnen vom Kinderhaus Benny Bergmann des Kinderschutzbundes mit Schminkstation und Souvenirverkauf eingerichtet. Einer der ersten "Kunden" war Steffi Gebel, die sich von Corina Buse für ihren späteren Auftritt ein zünftiges Osterhasenoutfit verpassen ließ.

Seit dem Erntedankfest als letzter Veranstaltung im vergangenen Jahr hat sich erneut viel verändert im Hof der Gewerke. Die große Feierscheune hat im Winterhalbjahr mächtig gewonnen, sowohl an Raum als auch an Aussehen. Zwei Tischreihen sind hinzugekommen, und an der Stirnseite wurde eine geräumige Bühne aufgebaut.

"Wir wollen in diesem Jahr hier auch einige Kulturveranstaltungen durchführen", so Vereinsvorsitzender Gerhard Blume und verwies zum Beispiel auf einen Kabarettabend mit den Schlossspielgeistern. Die Feierscheune, in der noch einiges altes Gerät liegt, soll bis zum Bierfest am 14. Juli vollständig fertig gestellt sein.

Viele Besucher nutzten das Osterfest auch, um sich den Führungen von Jörg Hauer durch das Museum anzuschließen, die natürlich in "Willi's Schacht" ihren Anfang nahm, einen Blick auf Handwerk vergangener Zeiten vermittelte und unter dem Dach in der dritten Etage am Eisenbahnmodell der Wipperliese endete.