Mansfeld-Südharz Mansfeld-Südharz: Tintenfisch für ein ganzes Jahr
GERBSTEDT/MZ. - Knapp 20 Grad Außentemperatur, bewölkter Himmel und 19 Grad warmes bzw. kaltes Wasser schreckte am Sonnabend viele kleine Wasserratten nicht ab, das Neptunfest in Gerbstedt zu feiern. "Wir sind froh, dass trotz der etwas kühlen Sommertemperaturen die Kinder baden und sich freuen", sagte die leitende Rettungsschwimmerin Christina Lipa, die zum Neptunfest in die Rolle der "kleinen Meerjungfrau" geschlüpft war.
Erster Täufling war der siebenjährige Max. Und der Gerbstedter Junge machte es den Fängern nicht gerade einfach, denn flink wie ein Wiesel rannte Max über das Gelände des Stadtbades und wurde bei seiner "Flucht" vor den Helfern Neptuns kräftig von den anderen Kindern angefeuert. Nach spannender Verfolgungsjagd gelang es schließlich Neptuns Team, den Siebenjährigen zu fangen und das Taufritual über sich ergehen zu lassen. Die Meerhexe pinselte den kleinen kräftig mit Rasierschaum ein, Neptun rasierte ihn anschließend mit einem großen Säbel und die kleine Meerjungfrau taufte ihn dann schließlich auf den Namen "Tintenfisch", bevor er letztendlich in das große Schwimmerbecken hinein geschubst wurde. Den Namen "Tintenfisch" trägt Max jetzt für ein ganzes Jahr.
Gleich im Anschluss schnappte sich Neptun, alias Andreas Leipoldt aus Gerbstedt, Ronja Staude aus Halle. Die Schülerin, die ihre Ferien bei Oma und Opa in Gerbstedt verbrachte, berichtete kurz nach der Taufe: "Das war richtig lustig und der Sprung ins Wasser war cool". Sie bekam den Namen "Seeteufel" und ihr Opa Friedrich Staude stand stolz am Beckenrand und beobachtete das lustige Treiben. Einige der Kinder und Jugendlichen gingen bei nicht gerade sommerlichen Temperaturen freiwillig ins Wasser und andere, wie zum Beispiel Jan, musste sich mit den Regeln des Neptunfestes anfreunden und wurde zum Schluss mit einem kleinen Schups ins kühle Nass auf "Haifisch" getauft.
Bereits zum vierten Mal veranstalteten die Mitarbeiter des Stadtbades das Neptunfest und auch in diesem Jahr gab es Musik und allerhand Spielmöglichkeiten. So unterstützte zum Beispiel die DLRG das Neptunfest mit einem riesigen schwimmenden Kraken, die große Wasserrutsche fehlte ebenfalls nicht und um einen reibungslosen Ablauf des Festes zu gewähren, überwachten die Mitglieder der DLRG die beiden Wasserbecken. Partymusik schallte über das Gelände, Geschicklichkeitsspiele wie zum Beispiel Wasserflaschen zu befüllen oder der Blubberblasenwettstreit wurde von vielen Helfern unterstützt.
Meerhexe Angelika Leopoldt, die ihr grusliges und dennoch schönes Outfit selbst geschneidert und gekreiert hatte, bedauerte die kühlen Temperaturen und sagte "Wir lassen uns den Spaß zum heutigen Neptunfest von Petrus einfach nicht verderben".