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Geld für die Sommerreise

03.12.2006, 19:00

Halle/MZ. - Benndorf / MZ / hjp. Strahlende Gesichter bei den Mädchen und Jungen im Kinderhaus "Benny Bergmann" in Benndorf. Das Vorhaben, im Sommer einen Ausflug zum großen Abenteuerspielplatz in Schadeleben zu unternehmen, ist ein Stück näher gerückt. Mathias Klenner, Betriebsleiter der Klenner GmbH in Klostermansfeld, hat dem Kinderhaus als vorweihnachtliche Überraschung einen Betrag von 150 Euro überreicht.

"Den werden wir für unsere Reise sparen", so Corina Buse, seit einigen Wochen neue Leiterin des Hauses. Die Wünsche und Interessen der etwa 15 Kinder, die täglich in das Gebäude in der Ringstraße kommen, kennen sie und ihre Kolleginnen Sonja Fichtner und Kerstin Schulz bereits ganz genau. Beide Frauen sind auf Basis eines Ein-Euro-Jobs im Kinderhaus beschäftigt, Fischer bis Ende Februar und Schulz bis Ende März. "Es ist schade, dass es diese Jobs immer nur für kurze Zeit gibt", meinte Buse. "Kaum hat man den richtigen Draht zu den Kindern gefunden, da ist die von der Arbeitsagentur bewilligte Zeit auch schon um. Kontinuität geht dabei völlig den Bach runter." Die Kinderhausleiterin war schon mehrfach zur Betreuung von Kindern in Einrichtungen des Kinderschutzbundes Mansfelder Land eingesetzt und hat als staatlich geprüfte Erzieherin jede Menge Erfahrungen gesammelt. Die nutzt sie jetzt auch im "Benny Bergmann". Und diese Plan sieht sehr abwechslungsreich aus. Gesellschaftsspiele wechseln mit Malen und Basteln oder Tischtennis-, Billard- oder Dartsturnieren ab. In den drei Räumen, zusammen rund 90 Quadratmeter, ist immer was los. Gern genutzt wird der Spielcomputer, ebenso der Fernsehapparat, denn da ist eine Spielkonsole angeschlossen. Und in der kleinen Küche ist auch immer Betrieb. Die Betreuerinnen bieten dort Getränke und einen kleinen Imbiss, Pommes, Sandwiches oder Burger und einige Süßigkeiten.

Und jetzt, in der Vorweihnachtszeit, ist die Küche besonders gefragt. Neben Basteln ist der Backzirkel sehr aktiv. Plätzchen steht dabei ganz oben an. "Aber immer sind wir auf Spenden angewiesen, um Bastelmaterial oder Backzutaten zu kaufen", sagte Buse. Die aber ob der notorischen Geldknappheit nicht aufgibt.

Wenn es um das Heizöl geht, muss allerdings auch sie kapitulieren. Das war jüngst erst alle und das Kinderhaus deshalb drei Wochen geschlossen. Außerdem war kein Personal da. Aber nun ist, zumindest für etwa vier Wochen, wieder Öl im Tank und die Weihnachtsfeier kann in gemütlich warmen Räumen steigen.