2. April: Eröffnung des Kletterwaldes 2. April: Eröffnung des Kletterwaldes: Nervenkitzel zwischen Buchen und Fichten
WIPPRA/MZ. - Zehn Meter über dem Boden von Baum zu Baum hangeln: Das ist Nervenkitzel und Muskeltraining pur. Wer es ausprobieren will, kann das schon bald in Wippra tun. Denn dort eröffnet nach vier Monaten Bauzeit am 2. April ein Kletterwald mit deutschlandweit einmaligen Attraktionen.
Erste Gutachter sind Besucher
Noch hallen nur Hämmergeräusche durch das Wolfstal. Die Mitarbeiter der Spezialfirma aus Rheinland-Pfalz - die Erbauer des Kletterwalds - hängen routiniert in den Seilen und beenden die letzten Arbeiten. Die Zeit drängt, die Anlage soll nächste Woche vom Tüv abgenommen werden. Die erste Begutachtung dürfen aber schon Samstag Kletterfans und Interessierte vornehmen. Denn zur Saisoneröffnung der Sommerrodelbahn am Samstag darf auch ein erster Blick auf die nahezu fertiggestellte Anlage geworfen werden. Zwei Klettertrainer führen durch das rund 2 500 Quadratmeter große Areal und beantworten Fragen zu den 60 leichten, mittelmäßig und anspruchsvollen Elementen. Durch 3 500 Meter Stahlseil sind diese zwischen Fichten, Eschen und Buchen zu sechs Pfaden verbunden.
Vier Pfade für Erwachsene ab einer Größe von 1,40 Meter, von leicht (grün) über mittel (blau), etwas schwieriger (rot) bis hin zu schwer (schwarz) stehen zur Auswahl. Zwei weitere Pfade können Kinder absolvieren, etwa durch Röhren, über Seile oder kleinen kleeblättrige Holzstufen.
Strickleiter anstatt Treppe
"Am besten ist es, zunächst mit dem leichtesten Pfad zu beginnen", rät Andreas Herold. Der Vorsitzende des örtlichen Ski- und Freizeitvereins hatte gemeinsam mit Sommerrodelbahn-Inhaber Axel Kursawe die Idee, einen Kletterwald in Wippra zu bauen. "Wir wollten Wippra noch bekannter machen", begründet Kursawe. Die Kletterattraktion passe deshalb ideal zu den übrigen Anziehungspunkten wie der benachbarten Kletterwand und der Sommerrodelbahn.
Nun können Ausflügler nicht nur durch das Wolfstal rodeln, sondern zur Abwechslung auch zwischen den 20 Meter hohen Bäumen hangeln, klettern und sich hochziehen. Auch die Aufgänge zu den bis zu zehn Meter hohen Pfaden sind verschieden.
Keine Treppen führen zu den Plattformen, sondern Holzwände mit Klettergriffen oder eine Strickleiter. Den spektakulären Schlusspunkt des Parcours soll eine etwa 160 Meter lange Seilrutsche bilden, mit der es quer über die Rodelbahn ins Wolfstal gehen soll. Noch ist diese aber im Bau.
Vier Klettertrainer im Einsatz
Zwei Stunden haben Kletterfans Zeit, um sich selbständig - mit Gurten und Karabinerhaken gesichert - von Baum zu Baum zu hangeln. Unter ihnen werden vier ausgebildete Klettertrainer das Geschehen beobachten und zur Not helfen: "Wer nicht weiter kann, wird mit der Leiter herunter geholt", sagt Kursawe. Zum Ausruhen und Zuschauen stehen dann Bänke bereit.
Insgesamt rund 200 000 Euro wurden in den Bau des Kletterwaldes von einem Privatmann investiert. Betreiber der Anlage ist die neu gegründete Kletterpark Wolfstal GbR, bei der künftig vier Mitarbeiter ganztags bzw. halbtags angestellt sein werden.
"Wir erfüllen natürlich auch gern besondere Wünsche, zum Beispiel Privatveranstaltungen für Unternehmen oder Schulklassen", sagt Kursawe. Auch Nachtklettern mit Stirnlampen ist möglich. In Schwindel erregender Höhe und bei umherwehenden Baumstämmen dürfte das ein ganz besonderes Walderlebnis sein.
Zur Saisoneröffnung lockt die Sommerrodelbahn Wippra mit Sonderangeboten. Eine Fahrt kostet einen anstatt 2,50 Euro.