Neuer Ärger um „Feine Sahne Fischfilet“

Neuer Ärger um „Feine Sahne Fischfilet“: Journalisten wird in Saalfeld Zutritt zu Konzert untersagt

Saalfeld/Dessau - Es gibt neuen Ärger rund um ein Konzert der Punkrock-Band „Feine Sahne Fischfilet“: Nachdem die Dessauer Stiftung Bauhaus den Musikern aus Angst vor rechten Gegenprotesten einen Auftritt Anfang November untersagt hatte, wurde nun wiederum Journalisten der Zutritt zu einem Konzert der Band in Thüringen ...

Die Band „Feine Sahne Fischfilet“ beim Auftritt in der Alten Brauerei in Dessau.
Die Band „Feine Sahne Fischfilet“ beim Auftritt in der Alten Brauerei in Dessau. dpa-Zentralbild

Es gibt neuen Ärger rund um ein Konzert der Punkrock-Band „Feine Sahne Fischfilet“: Nachdem die Dessauer Stiftung Bauhaus den Musikern aus Angst vor rechten Gegenprotesten einen Auftritt Anfang November untersagt hatte, wurde nun wiederum Journalisten der Zutritt zu einem Konzert der Band in Thüringen verboten.

In Saalfeld fand das Konzert, das Teil der regulären Tour der Band ist, bereits am 9. November statt. Nicht erwünscht waren dabei die Reporter der dortigen Lokalredaktion der Ostthüringer Zeitung (OTZ). Das meldete die OTZ am Montag in einem Kommentar, am Dienstag wurde ein längerer Beitrag dazu veröffentlicht.

Der Betreiber des Saalfelder Klubhauses, das sich in städtischer Hand befindet, habe die Journalisten nicht in das Gebäude lassen wollen, wird berichtet. Der Klubhaus-Verein habe laut OTZ angeführt, dass man mit der Vorberichterstattung zum Auftritt der Band nicht zufrieden sei.

Die Stadt Saalfeld sieht die Verantwortung beim Förderverein „Klubhaus Saalfeld“

OTZ-Redakteur Guido Berg zeigte sich enttäuscht über das Vorgehen und erklärte in einem Kommentar im Saalfelder Lokalteil zum Hausverbot: „Die Presse sollte für ihre Inhalte von Demokraten weder belobigt noch bestraft werden. Was uns im Großen bei Donald Trump nicht gefällt, darf auch im Kleinen bei uns in Saalfeld nicht geduldet werden.“

Die Stadt, die das Klubhaus vermietet, sieht die Verantwortung für das Vorgehen alleinig beim Förderverein „Klubhaus Saalfeld“. So teilte die Verwaltung der OTZ auf Anfrage mit, dass die Veranstaltung von privater Hand organisiert sei und weist alle Verantwortung von sich: „Er allein übt in solchen Fällen das Hausrecht aus. Daher obliegt es allein dem Verein, ob er den Vertretern der Presse Zugang zu seinen Veranstaltungen gewährt.“, heißt es im Bericht der OTZ. (mz)