Klingelstreiche und Brandstiftung Kopschütteln und Unverständnis - Ortschaftsrat Roßlau stellt sich vor drangsalierte Familie
Eine seit vielen Jahren in Roßlau lebende vietnamesische Familie wird über Monate terrorisiert. hatte Drangsalierungen öffentlich gemacht. Nun gibt es moralische Unterstützung.

Rosslau/MZ/SIB. - „Der Ortschaftsrat Roßlau stellt sich vor die vietnamesische Familie, die seit langem ruhig und unauffällig in der Stadt lebt, arbeitet und Steuern zahlt“, fasst Ortsbürgermeister Laurens Nothdurft (AfD) gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung mehrere zur jüngsten Ratssitzung von Einwohnern und Ratsmitgliedern vorgebrachte Wortmeldungen zusammen.
Die Vorkommnisse hatten unter den Ratsmitgliedern besorgtes Kopfschütteln und Unverständnis hervorgerufen und nach einer Antwort verlangt.
Brandanschlag in Roßlau: Reaktion des Ortschaftsrates
Diese Solidaritätsbekundung bezog sich auf Vorfälle, die ein Beitrag im Anhalt-Kurier der MZ am 22. März gemacht hatte. Darin war berichtet worden, wie offenbar Jugendliche die vietnamesische Familie, die in Roßlau einen Imbiss betreibt, mehr und mehr drangsaliert und terrorisiert haben.
Weil es um junge Leute geht, war mitsamt Artikel auch Eckard Zilm, der langjährige Schulleiter am Gymnasium Philanthropinum, zu dem als Außenstelle auch das Roßlauer Goethe-Gymnasium bis zur Schließung gehörte, zur Ratssitzung erschienen.
Solidarität in Roßlau: Ortschaftsrat stellt sich hinter die Familie
Nach anhaltenden Klingelzügen per Telefon und Verschmutzungen am Hauseingang war Mitte März die Lage eskaliert mit einem abendlichen Brandanschlag.
Der Familienvater konnte das Feuer selbst schnell löschen. Die daraufhin gerufene Polizei hat den Vorfall vor Ort dokumentiert, sah zunächst jedoch keine Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen.