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Gartenreich Dessau-Wörlitz Kuriose Exemplare und schweres Gerät: Orangerie Oranienbaum wird zum Pflanzenparadies

Weil es in den vergangenen Nächten bereits sehr kalt war, bringen Angestellte des Gartenreichs Dessau-Wörlitz derzeit etwa 1.000 Pflanzen in die Orangerie Oranienbaum. Auch diese kuriosen Exemplare sind dabei.

Von dpa/DUR. Aktualisiert: 18.10.2024, 16:12
Im Gartenreich Dessau-Wörlitz befördern Mitarbeiter etwa 1.000 Pflanzen in die Orangerie Oranienbaum.
Im Gartenreich Dessau-Wörlitz befördern Mitarbeiter etwa 1.000 Pflanzen in die Orangerie Oranienbaum. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Oranienbaum-Wörlitz - Im Gartenreich Dessau-Wörlitz werden derzeit rund 1.000 Kübel- und größere Topfpflanzen in die Orangerie Oranienbaum, das schützende Gewächshaus, gebracht. Grund dafür sind die bereits sehr kalten Nächte. Dabei ist für den Transport der größten und schwersten Palmen schweres Gerät nötig.

Für einige Palmen wird es eng, wenn im Gartenreich Dessau-Wörlitz die Mitarbeiter die in die Orangerie Oranienbaum bugsieren.
Für einige Palmen wird es eng, wenn im Gartenreich Dessau-Wörlitz die Mitarbeiter die in die Orangerie Oranienbaum bugsieren.
Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Unter diesen Pflanzen befinden sich vier etwa acht Meter großen Kanarischen Dattelpalmen aus dem Schlosspark Oranienbaum.

Teilweise wird schweres Gerät benötigt, wenn im Gartenreich Dessau-Wörlitz die Pflanzen "eingelagert" werden.
Teilweise wird schweres Gerät benötigt, wenn im Gartenreich Dessau-Wörlitz die Pflanzen "eingelagert" werden.
Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Die fast 4,5 Tonnen schweren Exemplare gehören zu den rund 350 Kübelpflanzen (Orangen-, Mandarinen- und Zitronenpflanzen, Palmen, Lorbeer, Feigen und andere seltene Gehölze), die je nach Pflanzenart bei 8 bis 10 Grad in verschiedenen Abteilen der Orangerie überwintern.

Die Früchte der „Gehörnten Bitterorange“ sollen mit einiger Fantasie den männlichen und weiblichen Genitalien ähneln.
Die Früchte der „Gehörnten Bitterorange“ sollen mit einiger Fantasie den männlichen und weiblichen Genitalien ähneln.
Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Orangerie im Schlosspark Oranienbaum: eine der größten ihrer Art in Europa

In die Orangerie kommen jetzt auch die 40 bis 50 Kübelpflanzen aus dem Citrusgarten, die von den Gärtnern auch als ihr „Kuriosenkabinett“ bezeichnet werden, weil einige Pflanzen ungewöhnlich aussehende Früchte tragen. Dazu gehört unter anderem die „Gehörnte Bitterorange“, deren Früchte mit einiger Fantasie den männlichen und weiblichen Genitalien ähneln sollen, genauso wie besonders große Grapefruitpflanzen und Zitronatzitronen-Pflanzen.

Aus Platzgründen werden die größeren Citruspflanzen vor der Überwinterung in der Orangerie noch von den Gärtnern beschnitten.
Aus Platzgründen werden die größeren Citruspflanzen vor der Überwinterung in der Orangerie noch von den Gärtnern beschnitten.
Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Größere Citruspflanzen werden von den Gärtnern aus Platzgründen noch beschnitten, damit sie nicht zu eng stehen und das Licht bis in die Krone vordringen kann. Dabei müssen auch noch überhängende Früchte geerntet werden, die von den Gartenmitarbeitern für den eigenen Verbrauch zu Brotaufstrichen oder auch Wein verarbeitet werden.

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist Weltkulturerbe der Unesco.

Die Orangerie im Schlosspark Oranienbaum gehört zum Gartenreich und ist mit 175 Meter Länge eine der größten Orangerien ihrer Art in Europa.