Sturmschäden Feuerwehr nach Gewitter im Dauereinsatz: Netze von Baugerüst landen in Oberleitung der Dessauer Straßenbahn
Eine starke Gewitterzelle ist am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr über das Stadtgebiet von Dessau-Roßlau hinweggezogen. Das hat zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehren auf Dessauer und Roßlauer Seite geführt.

Dessau/MZ - Eine starke Gewitterzelle ist am Sonntagmorgen gegen 6.30 Uhr über das Stadtgebiet von Dessau-Roßlau hinweggezogen. Sie hat einigen Schaden hinterlassen, berichtet Deborah Thomas vom Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst. „Es kam in kurzer Zeit zu insgesamt neun Feuerwehreinsätzen mit dem Stichwort Sturmschaden“, sagt Thomas.
Der Deutsche Wetterdienst hatte eine Wetterwarnung herausgegeben und vor Sturmböen gewarnt. Laut der privaten Wetterstation von Dirk Lindner in Dessau Süd, peitschte der Wind in der Spitze mit einer Geschwindigkeit von 54,7 km/h übers Land.
Erste Meldung kam aus Kochstedt
Zunächst war infolgedessen die Berufsfeuerwehr in die Kochstedter Kreisstraße alarmiert worden. Dort mussten zwischen Deponie und Kochstedt mehrere dicke Äste von der Straße beräumt werden, so Thomas.
Parallel dazu wurden weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr in die Kavalierstraße beordert. Hier hatten sich die Netze eines Baugerüstes gelöst und in der Oberleitung der Straßenbahn verfangen. Die Straße wurde zunächst durch die Polizei gesperrt. Nach Eintreffen von Mitarbeitern der Stadtwerke wurde im betreffenden Streckenabschnitt die Oberleitung abgeschaltet. Anschließend wurden die Netze durch die Kräfte der Feuerwehr mithilfe des Turmwagens der DVG aus der Oberleitung gezogen und im Baustellenbereich gesichert.
Meldung von gerissener Oberleitung in Höhe Rathauscenter bestätigte sich nicht
Eine weitere Meldung, dass im Bereich Rathauscenter die Oberleitung der Straßenbahn gerissen sei und auf dem Boden liegen würde, bestätigte sich nicht.
Die Freiwillige Feuerwehr Roßlau einschließlich der Ortslöschgruppe Streetz waren sowohl auf der B187 Richtung Coswig an zwei Stellen als auch im Triftweg gefordert, mehrere Äste und Baumkronen von den Straßen zu entfernen. Darüber hinaus wurde die Feuerwehr Meinsdorf alarmiert, um den Bereich der Bahnunterführung Meinsdorf zu kontrollieren. Hier konnte vor Ort keine Feststellung gemacht werden.
Insgesamt waren am Sonntagmorgen 32 Kräfte der Feuerwehren im Einsatz
Auch im Pollingpark und im Dosseweg in Ziebigk wurden starke Äste beräumt. Hier waren die Feuerwehr Süd beziehungsweise die Berufsfeuerwehr im Einsatz. Insgesamt war die Feuerwehr am Sonntagmorgen mit 32 Einsatzkräften unterwegs.