Betrüger am Telfon Falscher Bankmitarbeiter erschleicht sich mehrere Tan-Nummer: Dessauerin büßt 9.000 Euro ein
In Dessau-Roßlau haben Telefonbetrüger erneut mehrere tausend Euro erbeutet. Wie sie dieses Mal erfolgreich waren.

Dessau/MZ. - In Dessau-Roßlau haben Telefonbetrüger erneut mehrere tausend Euro erbeutet.
Eine 68-jährige Frau hatte zuvor am Dienstag, 25. Februar, gegen 14.45 Uhr den Anruf eines Mannes erhalten, der sich als Mitarbeiter ihrer Hausbank ausgab. In dem Gespräch wurde der Frau mitgeteilt, dass es Unregelmäßigkeiten auf dem gemeinsamen Konto des Ehepaares gebe. Um Schaden zu vermeiden, erklärte der Anrufer, dass nun gewisse Aufträge storniert werden müssten. Er forderte die Dessauerin auf, ihm die über die Tan-App generierte Tan-Nummern zu übermitteln, damit er die Rückbuchungen veranlassen könne.
Dieser Aufforderung kam die Geschädigte nach. Ein Fehler, wie sich gegen 17 Uhr herausstellte. Da bekam die 68-Jährige einen weiteren Anruf, der dieses Mal tatsächlich von ihrer Hausbank stammte. In dem Gespräch wurde der Seniorin mitgeteilt, dass von ihrem Konto ungewöhnliche Überweisungen getätigt wurden und insgesamt 9.000 Euro an ausländische Konten angewiesen wurden.
In diesem Moment wurde der Frau klar, dass es sich bei dem vorangegangenen Anruf um einen Betrug gehandelt hatte. Sie begab sich im Anschluss in das Polizeirevier Dessau-Roßlau und erstattete Strafanzeige. Inwieweit ihre Hausbank die Abbuchungen möglicherweise verhindern oder rückgängig machen konnte, war zum Zeitpunkt der Anzeigenerstattung noch nicht bekannt. Zur Sicherheit wurde die Sperrung ihres Kontos veranlasst.