Eröffnung Eröffnung: K&S Seniorenresidenz eröffnet

dessau/MZ - Deutschland hat derzeit einige markante Großbaustellen, für die sich die schlechten Nachrichten regelmäßig fortschreiben: Sei es für den Großflughafen in der Hauptstadt oder das Bahnprojekt in Stuttgart. Ein Vergleich scheint hier unzulässig; das Vorhaben in Dessau-Roßlau zu winzig. Aber: die Seniorenresidenz in der Ferdinand-von-Schill-Straße 7a ist fertig. Termingerecht nach 13 Monaten Bauzeit. Umso stolzer empfingen Bauherren und Betreiber am Montag ihre Gäste zur offiziellen Eröffnung.
Für 9,5 Millionen Euro errichtete die K&S-Unternehmensgruppe ihre 26. Seniorenresidenz auf dem Gelände der einstigen Leopold-Kaserne. 1848/49 errichtet, 1945 von Bomben getroffen und ausgebrannt, blieb einzig eine zunehmend baufällig und unansehnlich werdende Mauer übrig. Bis zum Februar 2012. Vor gut einem Jahr wurde mit dem Mauerabriss das Baufeld freigemacht für die neue Seniorenresidenz.
Termin- und Kostenplan gehalten
Dann lief faktisch alles wie am Schnürchen: Erster Spatenstich am 22. Februar 2012, Grundsteinlegung am 5. Mai, Richtfest am 17. Oktober. Das erste Quartal 2013 immer im Blick für den Erstbezug. Und am 1. März öffneten sich tatsächlich die Türen für die ersten Bewohner. 19 sind es bisher, 128 können es insgesamt werden, gibt Residenzleiterin Lysann Kirmes Auskunft.
„Wir haben vieles richtig gemacht“, schätzt Ulrich Krantz ein. Der Vorstand der K&S-Unternehmensgruppe sieht die Grundlage hierfür in der 30-jährigen Erfahrung des Unternehmens für den Betrieb von Sozialimmobilien.
Das Pflegeleitbild des Hauses lege neue Maßstäbe an für die individuellen Bedürfnisse der Bewohner un Mitarbeiter an. „Wir verstehen uns als ein ’offenes Haus’, haben im Erdgeschoss mit der Cafeteria gleich einen Marktplatz für Begegnungen der Bewohner mit Besuchern geschaffen. Seien es nun die Angehörigen oder Nachbarn aus dem Johannis- und Theaterviertel. Kommen Sie rein!“
Das Haus ist baulich fertig. Nun fängt es an - das Wachsen im Inneren. „Wir haben die Vision, das Haus mit Leben zu füllen. Das ist etwas anderes, als eine Baulücke zu schließen“, sagt es Lysann Kirmes. Die Seniorenresidenz verfüge über eine Vielzahl an Gemeinschafts- und Funktionsräumen, wo Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten werden und die Bewohner die Vorzüge der Gemeinschaft nutzen können. Dazu gehört ein Gymnastikraum, in dem die Senioren ihre Mobilität ertüchtigen können. Möglichkeit zur Entspannung bietet der Snoezelenraum. Andererseits lässt die Residenz Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten für den Einzelnen.
Ankommen im Umfeld
„Mit der Seniorenresidenz ist die Stadt wieder ein Stück schöner geworden“, gratuliert Oberbürgermeister Klemens Koschig dem Bauherren, dem lange brach liegenden Grundstück im Herzen der Stadt und der ganzen Straße ein neues Ansehen gegeben zu haben, das vorn ebenso gut aussehe wie hinten mit den Außenanlagen.
Auf die Verflechtung von Innen und Außen, von Bewohnern mit ihrem Wohnumfeld großen Wert legt auch Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Das Umfeld trage mit bürgerschaftlichem Engagement die Einrichtung über die professionelle Betreuung hinaus.
Das Umfeld im Viertel wird äußerlich geprägt durch die katholische Propsteikirche St. Peter und Paul und die evangelische Johanniskirche. Propst Gerhard Nachtwei und Pastorin Geertje Perlberg segneten das Gebäude ein, erbaten Gottes Segen, auf dass „das Haus zum Zuhause wird“.
Am Sonntag, dem 17. März, findet von 13 bis 18 Uhr für alle interessierten Personen ein Tag der offenen Tür statt. Das Team der Seniorenresidenz freut sich darauf, den Gästen die neue Einrichtung in der Ferdinand-von-Schill-Straße 7a zeigen zu können.
