Update: Attacke mit Bierflasche

Attacke mit Bierflasche in S-Bahn nach Dessau nach Partie RB Leipzig

Leipzig/Dessau - Am Rande des Bundesligaspiels RB Leipzig gegen Bayer Leverkusen ist ein Fan schwer verletzt worden. Gewaltbereit Männer hatten den Mann attackiert.

Nach dem Bundesligaspiel zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen ist es in einer S-Bahn nach Dessau zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen, bei dem ein 38-Jähriger mit einer Bierflasche attackiert und schwer am Kopf verletzt wurde.

Die Bundespolizei meldete am Sonntag, dass Mitglieder der Fan-Gruppierung „Roßlauer Jungs“ RB-Fans angegriffen hätten. Zwei Verletzte wurden gemeldet. Ein 30-jähriger Täter sei am Hauptbahnhof Dessau gestellt worden.

„Roßlauer Jungs“ widerspricht Darstellung der Bundespolizei

Völlig betrunken - eine Atemalkoholüberprüfung ergab 1,8 Promille. Bei der MZ in Dessau meldete sich am Sonntag allerdings ein Mitglied der „Roßlauer Jungs“. Der 38-Jährige erklärte, er selbst sei von einem RB-Fan mit einer Bierflasche angegriffen und verletzt worden.

„Ich stand an der Treppe, als ich plötzlich einen Schlag spürte, dann war plötzlich überall Blut.“ Er sei in Dessau in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Tat sei völlig falsch dargestellt worden. Die Bundespolizei wollte ihre Schilderung auf zweimalige MZ-Anfrage aber erst einmal nicht korrigieren.

Verbale Attacken auf Fans von RB Leipzig auf Leipziger Hauptbahnhof

Schon vor dem Zwischenfall in der S-Bahn hatte es auf dem Leipziger Hauptbahnhof Ärger gegeben. Nach der 0:1-Niederlage in der Nachspielzeit hatte dort eine Gruppe versucht, Fans von RB Leipzig verbal zu provozieren.

Beamte der Bundespolizei wollten deshalb nach eigenen Angaben die Identität eines der Männer feststellen. Der 34-jährige „Fußballstörer“ (Bundespolizei) wehrte sich heftig, verweigerte sich der Kontrolle und versuchte, die Polizisten zu schlagen. Der Mann wurde gefesselt und zur Dienststelle verbracht. Ein Atemalkoholtest ergab 1,5 Promille.

Fanattacken: Ermittlungen zu Vorfällen nach Spiel von RB Leipzig laufen

Den Mann erwartet eine Strafanzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die Bundespolizei ordnete den Mann den „Roßlauer Jungs“ zu. Das wurde von der Fan-Gruppierung gegenüber der MZ ebenfalls bestritten. Man sei zu acht unterwegs gewesen.

Die Bundespolizei hatte von neun „Roßlauer Jungs“ geschrieben und diese als Fans des 1. FC Magdeburg bezeichnet. Auch das ist nach Angaben der „Roßlauer Jungs“ falsch. Klarheit über die Vorfälle wird es wohl erst am Montag geben.

„Die Ermittlungen“, sagte Romy Gürtler, Sprecher der Bundespolizei, am Nachmittag, „sind noch nicht abgeschlossen, weitere Vernehmungen auf jeden Fall geplant.“ (mz/sb)