10-Millionen-Euro-Investition 10-Millionen-Euro-Investition: Grundstein für neues Roßlauer Altenheim gelegt

rosslau/MZ - „Ende gut - alles gut“, sagte Gerhard Wack und ließ mit einem kernig-saarländischem „Glück auf“ den Mörtel von der Kelle klatschen. Der Aufsichtsratsvorsitzende vom Saarländischen Schwesternverband versenkte am Freitag gemeinsam mit seinem Kollegen Wolfgang Krause sowie dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Dane, Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig, der Roßlauer Ortsbürgermeisterin Christa Müller und Heimleiter Guido Karohl in der Wiesenstraße den Grundstein für den Ersatzneubau für das Altenpflegeheim Waldstraße.
Zum guten Ende bringt der Saarländische Schwesternverband (SSV) nichts Geringeres als eine 10-Millionen-Euro-Investition, um die es langes Abwägen, heftige Dispute und eine gründliche Kurskorrektur in der Standortfrage gegeben hatte.
Eröffnungstermin 2015
Für den Betreiber der Einrichtung war der Ersatzneubau für das Haus Waldstraße unstrittig. Eine Sanierung des Sechsgeschossers vom Baujahr 1989 auf modernen vollstationären Pflegestandard wäre dem Betreiber teurer als ein Neubau gekommen.
Unter energetischem Aspekt kommt die Gebäude-Außenhaut schon einem „Schweizer Käse“ nahe, hofft Thomas Dane, „dass der nächste Winter nicht zu kalt wird und unsere Haustechniker den Betrieb bis zum Umzug hinkriegen“. Also ist der Eröffnungstermin doch ins Jahr 2015 gerutscht. „Die aktuellen Planungen gehen für die Inbetriebnahme des neuen Altenpflegeheimes in Roßlau von Juli oder August aus“, sagt SSV-Sprecher Dirk Sellmann.
„Haus an der Rossel“
In der Wiesenstraße entstehen soll ein Zweigeschosser, bestehend aus vier Seitenflügeln mit je 13 Einzelzimmern und einem Mitteltrakt. 108 Pflegeplätze sind für die Einrichtung vorgesehen - und jeder Bewohner hat neben dem privaten Rückzugsraum auch ein eigenes Bad. „Das neue Haus in Roßlau wird unser Aushängeschild“, kündigt Aufsichtsrats-Chef Wack an. Immerhin: Der SSV unterhält in fünf Bundesländern 35 vergleichbare Häuser. Nun also kommt das „Haus an der Rossel“ dazu, wie der enthüllte Namenszug verrät.
Zur Grundsteinlegung sagt Koschig, dass er in seinen sieben Jahren Amtszeit in jedem Jahr ein Altenheim eröffnet habe. Das Spiegelbild des demografischen Wandels einer alternden Stadt aber verheiße für die Senioren aus Roßlau und Umgebung jetzt nur Gutes: Sie ziehen vom Rand der Stadt in deren Herz. Und der SSV hat Weiteres vor.
