Corona-Impfung verweigert

Corona-Impfung verweigert: Dessauer Pflegedienst kündigt sieben Mitarbeitern

Dessau - Ein Dessauer Pflegedienst hat sieben Mitarbeiterinnen gekündigt, weil diese sich nicht gegen Corona impfen lassen wollten. Das berichtete der MDR am Montagnachmittag unter Berufung auf eine der entlassenen Angestellten, deren Name nicht genannt wird. Ihr und ihren Kolleginnen sei ein Ultimatum von drei Tagen gestellt worden. Mit Verstreichen desselben, hätten sie direkt ihre Kündigung erhalten, berichtete die Betroffene dem ...

Ein Dessauer Pflegedienst hat sieben Mitarbeiterinnen gekündigt, weil diese sich nicht gegen Corona impfen lassen wollten. Das berichtete der MDR am Montagnachmittag unter Berufung auf eine der entlassenen Angestellten, deren Name nicht genannt wird. Ihr und ihren Kolleginnen sei ein Ultimatum von drei Tagen gestellt worden. Mit Verstreichen desselben, hätten sie direkt ihre Kündigung erhalten, berichtete die Betroffene dem Sender.

Impfgegner seien sie nicht, wird die Mitarbeiterin zitiert. Vielmehr wolle sie sich impfen lassen, jedoch selbst entscheiden, wann es soweit sei.

Arbeitsrechtlich könnte ein solches Vorgehen heikel sein

Während der Name des betreffenden Pflegedienstes im MDR-Bericht ungenannt bleibt, kommt der Geschäftsführer zu Wort. Ab 1. März wolle er keine Patienten mehr von ungeimpftem Personal versorgen lassen. Der Rest seiner Mitarbeiter sei mittlerweile geimpft.

Arbeitsrechtlich könnte ein solches Vorgehen heikel sein. Es gibt bislang keine Impfpflicht - auch für Pflegekräfte nicht. Dennoch könnte eine Impf-Verweigerung problematisch werden. Eine personenbedingte Kündigung aufgrund fehlender persönlicher Eignung scheine denkbar, sagte der hallesche Rechtsanwalt Johannes Menke. (mz)