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Weihnachtsmärchen Weihnachtsmärchen: Mutter und Vater, Hänsel und Gretel

Von Ulf Rostalsky 10.12.2003, 18:40

Wolfen/MZ. - "In der Elternratsversammlung im Oktober haben wir überlegt, wie wir den Kindern eine Freude bereiten können", erzählen Cathrin Dietrich und Nicole Stenk. Ein Märchen müsse es sein, dachten die jungen Mütter damals. Gemeinsam mit dem Erzieherteam um Tagesstätten-Leiterin Cornelia Eipert und vier weitere Mütter - Kathrin Dressler, Simone Draheim, Steffi Bednarek und Susann Pudenz - wurde in relativ kurzer Zeit Erstaunliches auf die Beine gestellt. Das Märchen von "Hänsel und Gretel" wurde für die kleinen Kinder verständlich gemacht. "Weniger dramatische Szenen, aber dennoch mit Hexe und dem glücklichen Ende für alle", sagt Nicole Stenk.

Die Devise der Mütter wurde Programm. Einige Väter halfen, in Windeseile eine Bühnendekoration zu bauen. Stilecht ist das Pfefferkuchenhaus, denn von seinem Dach kann wirklich gegessen werden. Nicht weniger aufregend für die Kinder ist der Käfig, in dem Hänsel gefangen gehalten wird.

Die Kinder fiebern mit dem Geschwisterpaar, das im tiefen Wald allein gelassen wird, suchen wortgewaltig nach den Kieselsteinen, die Hänsel auf dem Weg verstreute. Sie haben Teil an seinem Schicksal, sehen, wie die grimmige Hexe Hänsel an den Kragen will. Angst, Tränen und wenig später Erleichterung, als die böse Alte selbst in den Backofen gestoßen wird.

Hänsel, Gretel, Mutter, Vater, Hexe und Erzählerin werden wieder zu ganz normalen Eltern und verteilen Süßigkeiten. "Ich bin stolz auf das, was hier geleistet wurde", sagt Cornelia Eipert. So viel Zeit hätte man ja auch gar nicht gehabt, um das Stück zu proben. Ein Mal in der Woche, zumeist spät abends nach Feierabend wäre das möglich gewesen. Aber man habe sich dabei noch besser kennen- und verstehen gelernt.

Jennifer, Samantha, Sarah und die anderen Zuschauer haben von den Anstrengungen nichts bemerkt. Sie sind einfach glücklich, haben ein aufregendes Märchen angeschaut und wenig später ihre Eltern wieder gesehen.