1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Bitterfeld-Wolfen
  6. >
  7. Stadtfest Brehna: Stadtfest Brehna: Als die Uroma noch Kinderkarussell fuhr

Stadtfest Brehna Stadtfest Brehna: Als die Uroma noch Kinderkarussell fuhr

Von Iris Lademann 29.08.2004, 17:30

Brehna/MZ. - Die siebenjährigen Zwillinge Marcel und Markus aus Stumsdorf fasziniert vor allem das riesige Kammrad mit den Holzzähnen. "Es war direkt mit den Flügeln verbunden", erklärt Monika Kahsche. Doch ein Sturm Ende der 80er Jahre habe der Bockwindmühle die Flügel gestutzt. Und Vereinsvorsitzende Katja Münchow ergänzt, dass sich die Mühle über sechs Generationen im Besitz der Familie Schmidt befunden habe.

Wie die Mühlentechnik funktionierte, davon konnten sich die Besucher dann auf einem Video überzeugen. Zu sehen war aber nicht die Schmidt-, sondern die Brehnaer Hädicke-Windmühle, in der bis zum Tod von Arthur Hädicke 1992 noch geschrotet wurde. Seither steht auch sie still, ist ebenso wie die Schmidt-Mühle nur noch Museum. Der einzige Unterschied: Die Hädicke-Mühle ist voll funktionstüchtig. Ideen und Pläne, wie man die an B 100 stehende Schmidt-Mühle dennoch nutzen kann, habe es bis hin zu einem Mühlen-Café schon reichlich gegeben, weiß Historikerin Münchow. Doch alle Umsetzung sei damals wie heute am Geld gescheitert.

Lange Tradition, und zwar seit 1863, hat auch das Kinder- und Heimatfest der Stadt Brehna selbst. Christa Henke vom Förderverein Stadt- und Klosterkirche Brehna freut sich, dass an dieser Tradition festgehalten wird und erzählt, wie begeistert ihre 17-jährige Tochter von der Lichterparade am Freitagabend war, die trotz Regen ein Erlebnis gewesen sei. Auch die sechsjährige Lisa ist vom Fest begeistert. Und nicht nur deshalb, weil es für alle Kinder zwei Kugeln Eis gratis gibt. Hüpfburg, Karussell und alle anderen Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten gefallen der Kleinen ebenfalls ganz prima. Auch ihre Uroma, die das Fest aus ihrer Kinder- und Jugendzeit kennt, kommt immer wieder gern.