Gedenken der Opfer Schwerstes Chemieunglück der DDR erschüttert Bitterfeld - Wie geht es den Zeitzeugen heute?
42 Todesopfer und 270 Menschen verletzt. Überlebende und Kommunalpolitiker erinnern am Mahnmal an das wohl schwerste Chemieunglück der DDR.
Aktualisiert: 13.07.2022, 13:02

Bitterfeld/MZ - Narben am Kopf und auf dem Rücken. Die spürt Jürgen Springer immer mal wieder. Dann sind sie da, die Erinnerungen an jenen Tag, der tiefe Wunden im Herzen von Bitterfeld hinterließ. Es war der 11. Juli 1968. Um 14 Uhr stieg ein „Atompilz“ auf, wie die Zeugen wegen der Form die Wolke nannten. Die Stadt explodierte förmlich, erzählt man sich in Bitterfeld. Es war das wahrscheinlich schwerste Chemieunglück der DDR.