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Marmelade aus Zörbig Marmelade aus Zörbig: Warum es weiter keinen Werksverkauf bei Zuegg gibt

Von Andrea Dittmar 03.08.2020, 07:34
Die neuen Gläser.
Die neuen Gläser. Zuegg

Zörbig - Die echte Zörbiger Marmelade ist nicht nur in ihrem Heimatort beliebt. Doch Freunde des Fruchtaufstrichs müssen auch weiterhin darauf verzichten, den Werksverkauf aufzusuchen.

„Das wurde vom Mutterkonzern so bestimmt“, erklärte Werksleiter Christoph Begenau auf Nachfrage der MZ. Alle Risiken für die Mitarbeiter sollen minimiert werden – schließlich ist die Zörbiger Fabrik die einzige europaweite Produktionsstätte für alle Aufstriche der Mutterfirma Zuegg. „Die Zahlen in Sachsen-Anhalt wären nicht beunruhigend für den Werksverkauf. Wir sind vorsichtig.“

Italienischer Konzern hat Traditionsunternehmen im Jahr 2002 übernommen

2002 wurde das Traditionsunternehmen vom italienischen Konzern Zuegg übernommen. Seitdem produzieren die Mitarbeiter im Werk für den internationalen Markt. Doch die „Original Zörbiger“ ist auch in ihrer direkten Umgebung ein Verkaufsschlager. Und bekommt einen neuen Auftritt im Marmeladen-Regal: Die Gläser der Fruchtaufstriche haben ein neues Design bekommen. Das hat teilweise etwas mit Kundenmeldungen zu tun, aber auch mit der Europäischen Union.

Wie Martin Doppler, ZueggVertriebsleiter für Deutschland, Österreich und die Schweiz, erklärte, gibt es seit dem 1. April eine neue Verordnung der EU. Laut dieser muss auf Lebensmitteln klar ersichtlich sein, wo der Herkunftsort der primären Zutat liegt. „Das Etikett soll nicht den Eindruck erwecken, das Lebensmittel komme aus einem anderen Ursprungsland oder Herkunftsort“, so Doppler. Das war schon einmal ein Grund, um das Etikett zu verarbeiten.

Inhalt bleibt gleich

Außerdem gab es Rückmeldung von Kunden, dass auf den im letzten Jahr neu designten Gläsern die Sorte des Fruchtaufstrichs nicht gut zu erkennen sei. Das zog der Hersteller in Betracht, heraus gekommen ist ein Etikett, auf dem wieder das „Original Zörbiger“-Logo zu sehen ist. Auch die Sorte ist nun gut zu erkennen. Der schwarze Deckel wurde beibehalten.

Im neuen Design wurden erstmals Ende Juni und Anfang Juli die Fruchtaufstriche in Zörbig produziert. Erst im vergangenen Jahr hatte Zuegg 100.000 Euro in die Produkterneuerung investiert. (mz)