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Firmenjubiläum Firmenjubiläum: Waschen, Schneiden, Legen

18.09.2002, 17:18

Wolfen/MZ/maz. - Zehn Jahre "Waschen, Schneiden, Legen" heißt es dieser Tage für Susanne Grosche in Wolfen Nord. Gestern feierte sie mit ihren Mitarbeitern das zehnjährige Firmenjubiläum. Gratuliert wurde von den zahlreichen Kunden und Kundinnen und der Stadt Wolfen.

Noch zu DDR-Zeiten machte Susanne Grosche eine Friseurlehre und anschließend ihren Meister in Wolfen. 1992 öffnete die damals 26-Jährige mit einem Bankkredit ihr eigenes Geschäft. "Das war gar nicht einfach, den Kredit zu bekommen. Es gebe schon zu viele Friseure, sagten die," erzählt sie. Schließlich klappte es doch bei einer Bank. "Ich wollte eben mein eigener Herr sein," begründet sie ihre Entscheidung. Heute arbeiten im Laden drei Friseurinnen, die Inhaberinnen und ein Lehrling.

Auch für Simone Müller und Peggy Mohlberg ist das Jubiläum ein Grund zu feiern. Sie haben vom ersten Tag an im Laden gearbeitet. "Wir kannten uns ja alle schon und in den großen Betrieben war uns zu viel los, da haben wir hier mit angefangen," erzählen die beiden.

Ausbilden ist für Susanne Grosche selbstverständlich, in den zehn Jahren gab es vier Lehrlinge im Salon. Auch Anne Meisner lernte bei Susanne Grosche und wurde nach der abgeschlossenen Lehre in den Betrieb übernommen.

"Ich hatte gute Voraussetzungen: meinen Meisterbrief und eine treue Stammkundschaft," erzählt die gebürtige Wolfenerin. Trotzdem habe sich im Laufe der Jahre einiges geändert. Immer mehr Menschen ziehen aus Wolfen Nord weg, das sehe man auch an den Kundenzahlen, sagt Susanne Grosche. "Man geht heute auch nicht mehr alle ein, zwei Wochen zum Friseur, wie früher." Das liege an den höheren Preisen und auch an den leichter zu pflegenden Frisuren, erklärt sie. "Weniger Arbeit haben wir deswegen noch lange nicht!" Die neuen Haarschnitte seien zwar pflegeleichter für die Kundinnen und Kunden, aber gerade das beliebte Färben der Haare dauere seine Zeit und verlange viel Aufmerksamkeit.

Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen ist für die Mutter einer zweijährigen Tochter auch nicht einfach. Sie nimmt es aber leicht: "Das geht schon, da helfen Omas und Tanten und Onkel mit, wenn es sein muss." Obwohl das Geschäft gut laufe, denke sie nicht daran, sich zu vergrößern. "Bei einem Friseurgeschäft, da muss man immer selber hinterher sein, sonst läuft das nicht!"