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Abwasserzweckverband Südfläming Abwasserzweckverband Südfläming: Geschäftsführerin ist beurlaubt

Von Markus Wagner 04.11.2003, 18:03

Wittenberg/MZ. - "Ich denke, die Zeit der Sensationen ist vorbei." Nach Meinung von Steffen Leidecker, Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes (AZV) "Südfläming", sollte der Verband nun wieder zum Tagesgeschäft übergehen - nach Wochen scharfer Auseinandersetzungen mit dem Abwasserzweckverband "Elbaue / Heiderand", Drohungen, die Zusammenarbeit aufzukündigen und handfestem Briefverkehr zwischen Vorsitzendem und Geschäftsführerin Heidi Lobe.

Letzteres wird es so schnell tatsächlich nicht mehr geben. Der AZV "Elbaue / Heiderand" hat bereits vor zwei Wochen seine Geschäftsführerin beurlaubt. "Ein Sachverhalt hat dazu geführt, den ich nicht näher erläutern will", sagt der dortige Vorsitzende, Erhard Zimmermann. Man habe Frau Lobe aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Am Mittwoch wird ihre Antwort erwartet. Steffen Leidecker will sich zu dieser Entscheidung nicht äußern, "das ist Angelegenheit des AZV Elbaue / Heiderand", so der "Südfläming-Chef" Leidecker.

Allerdings hatte der "Südfläming" am 13. Oktober den Beschluss zur Kündigung der Zweckvereinbarung nur mit Auflagen von der Tagesordnung genommen. "Elbaue / Heiderand" war eine Frist bis 17. Oktober gesetzt worden, um "die Personalproblematik beim AZV Elbaue / Heiderand von dessen Verbandsversammlung" zu lösen. "Das betrifft allerdings nicht alleine die Geschäftsführerin", sagt Zimmermann. Damit seien auch Probleme bei der Aufgabenverteilung und die Organisation der Geschäftstätigkeit gemeint.

Inzwischen tage der Beirat beider Verbände nahezu 14-täglich, einige Probleme seien da gelöst worden. "Es gibt aber immer noch eine Reihe von Fragen, die einer Lösung zugeführt werden müssen", sagt Zimmermann. Und so sieht das auch Leidecker. Es gebe Lösungsansätze, mit denen man zufrieden sein könne. Leidecker will das komplette Paket noch in diesem Jahr in die Verbandsversammlung einbringen, die über die Lösungsvorschläge abstimmen soll. Vorerst jedenfalls, sagt Leidecker, bleibe der Antrag auf Kündigung der Zweckvereinbarung in der Schwebe. "Er könnte in der nächsten Sitzung wieder auf die Tagesordnung kommen", so Leidecker.

Einfacher wird's trotzdem nicht. Am Montag hat die Verbandsversammlung des "Südfläming" zwar den zweiten Nachtrag des Wirtschaftsplans beschlossen. Unterschiedliche Meinungen gibt es jedoch über die Zahlen - die Einwände von Joseph Beck aber sind durch die Bank abgelehnt worden.