Thomas Börner aus Bernburg bei RTL Thomas Börner aus Bernburg bei RTL: Musiker singt bei "Das Supertalent"

Bernburg - Dass er eine Rampensau ist, wissen die meisten Bernburger, spätestens seitdem er bis vor wenigen Jahren als Frontmann der Partyband „Tänzchentee“ über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus die Bühnen rockte. Dass Thomas Börner an diesem Samstagabend aber bei der RTL-Castingshow „Supertalent“ den großen Durchbruch vor Millionenpublikum schaffen will, hat er nicht nur seiner Stimme und seinen Entertainer-Qualitäten zu verdanken. Vielmehr seiner 90-jährigen, gesundheitlich angeschlagenen Oma. „Sie hat zu mir gesagt: Junge, ich will dich noch einmal im Fernsehen sehen“, erzählt der 46-Jährige. Ihr Wunsch war ihm Befehl!
Aber wie den schnellen Sprung in eine Musikshow schaffen? „Da fiel mir spontan das Supertalent ein“, erzählt der seit 17 Jahren hauptberuflich als Musiker Tätige. Vielen dürfte er inzwischen als Alleinunterhalter „Trompeti“ bekannt sein.
Schon das Supertalent-Vorcasting im Frühjahr in Magdeburg war für Börner eine Erfahrung für sich: „Eine halbe Stunde habe ich vor drei Jurymitgliedern gesungen. Sie wollten mich gar nicht mehr gehen lassen.“
Ganz so lang dürfte der Auftritt vor Bohlen & Co. an diesem Samstagabend aber nicht dauern. Zumindest wenn man von dem Vorgeplänkel bei der Aufzeichnung absieht. Vom abendlichen Auftritt war er um 8.30 Uhr an diesem einen Augusttag in Bremen allerdings weit entfernt. Anstatt die Stimme zu ölen, wurden erst einmal Mikrofone an sämtliche Kandidaten verteilt. „Dann sollten wir uns unterhalten. Das wurde alles aufgezeichnet.“
Während Börners Familie geduldig im Publikum auf die Aufzeichnung der ersten von zwei Shows des Abends wartete, beantwortete der Bernburger hinter den Kulissen brav beim Interview unter anderem die Frage, wie er durch seine Oma zur Show kam. Und natürlich, was er vortragen möchte.
Auch wenn sich Börner, was den Titel betrifft, in Schweigen hüllt, verrät er zumindest eins: „Ich werde singen. Wenn auch nicht den Song, den ich mir eigentlich ausgesucht hatte.“ Verraten sei auch, warum er noch vor der Aufzeichnung seines großen Auftritts vor Poptitan Bohlen, Stil-Ikone Bruce Darnell und Moderatorin Inka Bause mächtig ins Schwitzen gekommen ist: „Es gab ein technischen Problem und ich musste 20 Minuten hinter der Bühne im Scheinwerferlicht warten.“ Eigentlich hätte er noch vor seinem Auftritt das von seiner Frau ausgesuchte Hemd auswringen können.
Im Vordergrund stand aber nicht sein Outfit, sondern seine Gesangseinlage. „Ich habe eigentlich nur mit einem Ohr hingehört, was die Jury gesagt hat. Mir war die Reaktion des Publikums viel wichtiger“, sagt Börner. So wie bei seinen unzähligen Auftritten in den vergangenen 31 Jahren auch. Solange macht er schon Musik, erst als Querflötenspieler beim Spielmannszug, später als Gitarrist, Saxofonspieler und Sänger. „Ich bin aber trotzdem vor jedem Auftritt aufgeregt“, sagt Börner. Noch aufgeregter als er selbst dürfte seine Oma Else sein. Sie wird seinen Auftritt vor dem Millionenpublikum von Krankenhausbett mitverfolgen und ihrem Enkel natürlich die Daumen für ein nettes Urteil der Jury drücken.
Zu sehen ist der Bernburger beim „Supertalent“ an diesem Samstag ab 20.15 Uhr bei RTL.