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Kulturzentrum "Hotel Wien" Bernburg gerettet Kulturzentrum "Hotel Wien" Bernburg gerettet: Finanzspritze der Hochschule Anhalt

Von Torsten Adam 04.03.2016, 18:26
Ein weiterer Rettungsring: Abgeordneter Jan Korte übergibt Vereinschefin Juliane Bäse einen symbolischen Scheck über 400 Euro.
Ein weiterer Rettungsring: Abgeordneter Jan Korte übergibt Vereinschefin Juliane Bäse einen symbolischen Scheck über 400 Euro. Engelbert Pülicher

Bernburg - Der jüngst neugewählte Vorstand der Jugendkulturinitiative Bernburg kann erst einmal tief durchatmen. Das noch im Vorjahr drohende Aus für das Kulturzentrum „Hotel Wien“ in der Talstadt ist vorerst abgewendet. Nachdem die Stadt Bernburg aufgrund ihrer prekären Haushaltssituation die beantragte Übernahme der Jahresbetriebskosten von .4000 Euro abgelehnt hatte, machte sich der Verein auf die Suche nach alternativen Finanzquellen - und wurde fündig. Zunächst bei vielen kleinen Spendern, dank derer „wir gerade so über die Runden gekommen sind“, wie Vorsitzende Juliane Bäse sagt. Und ab diesem Jahr gibt es eine Finanzspritze von der Hochschule Anhalt in Höhe von 2.500 Euro - zur Förderung des studentischen Lebens in der Talstadt, wie es offiziell heißt.

Dabei sind die Besucher im Haus an der Ecke Krumbholzstraße/ Breite Straße längst nicht nur Studenten. „Inzwischen haben wir teilweise sogar mehr Einheimische, das ist eine gute Mischung“, sagt die Vereinschefin erfreut. Fast jeden Tag sei im „Hotel Wien“ etwas los, ob Lesungen, Konzerte, Tanzkurse oder „bunte Abende“. Juliane Bäse sieht den rund 30 Mitglieder zählenden Verein auf einem guten Weg, wenngleich die altbekannten Probleme wie die eingeschränkte gastronomische Nutzungserlaubnis und der stockende Ausbau der ehemaligen Hotelzimmer in den oberen Etagen weiterhin existieren. Zumindest das kulturelle Leben in den Räumlichkeiten des Erdgeschosses scheint vorerst gesichert, wenngleich offen ist, ob die Stadt Bernburg finanziell noch einmal in die Bresche springt. Langfristig gesehen wolle die Jugendkulturinitiative ohnehin nicht am Tropf der Kommune hängen. Um sich selbst finanzieren zu können, müssten aber die beiden genannten Probleme beseitigt werden, betont Juliane Bäse.

Sie kann in den nächsten beiden Jahren auf einen neuen Vorstand bauen. Er setzt sich zusammen aus Stellvertreter Thomas Schwichtenberg, Schriftführerin Julia Seidler, Pressesprecherin Maria Peix, Veranstaltungskoordinatorin Maria Zahn, Schatzmeisterin Jana Schlaugat und der für die interne Koordination zuständigen Lydia Bökelmann.

Am Mittwochnachmittag konnte sich der Verein über eine weitere Spende freuen: Linke-Bundestagsabgeordneter Jan Korte übergab 400 Euro vom Verein seiner Bundestagsfraktion. „Da zahlen 64 Abgeordnete monatlich 230 Euro ein. Das Geld ist für kulturelle und soziale Zwecke bestimmt“, erklärte er. Inzwischen habe sich das in seinem Wahlkreis Anhalt sehr gut herumgesprochen, wie er anhand zahlreicher bewilligter Förderanträge wisse. (mz)