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Carolinum Carolinum in Bernburg: Gymnasium hat jetzt eine eigene Hymne

Von Susanne Schlaikier 28.02.2018, 08:55
Musiklehrer Manuel Mogwitz (Mitte, mit Keyboard) und die „Bubblegum-Gang“ haben die Hymne komponiert.
Musiklehrer Manuel Mogwitz (Mitte, mit Keyboard) und die „Bubblegum-Gang“ haben die Hymne komponiert. Ute Nicklisch

Bernburg - Seit fast 136 Jahren besteht das Gymnasium Carolinum in Bernburg. Doch eine eigene Hymne gab es bisher nicht. Zeit, dies zu ändern, dachte sich Musiklehrer Manuel Mogwitz und hat zusammen mit acht Schülern in Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür im Januar eine eigene Schulhymne geschrieben. „Die Schüler sollen sich mit ihrer Schule identifizieren“, sagt Mogwitz.

Hymne soll Zusammenhalt an der Schule fördern

Dabei sei eine Hymne sehr hilfreich, ebenso um den Zusammenhalt an der Schule zu fördern, weiß der 35-Jährige aus eigener Erfahrung. Denn auch an seiner Schule in Potsdam habe es früher eine Hymne gegeben, erzählt Mogwitz.

Daher habe er sich überlegt, als Projekt für den Tag der offenen Tür, eine Hymne zu komponieren. Dabei blieben ihm und der „Bubblegum-Gang“, wie sich die beteiligten Schüler genannt haben, nicht viel Zeit: Innerhalb von zwei Tagen mussten Text und Melodie stehen.

„Das war schon ein straffer Zeitplan, aber wir haben es ganz gut geschafft“, erzählt Mogwitz. Zunächst einmal aber habe sich die kleine Gruppe damit beschäftigt, was überhaupt eine Hymne ist, wozu es sie gibt und welchen Inhalt sie haben sollte.

Weder pathetisch noch kompliziert

Die Hymne fürs Carolinum ist nicht pathetisch oder kompliziert. In dem Text geht es darum, was das Gymnasium ausmacht: Es geht um die Namensgeber der beiden Standorte Carl und Friederike, um die Werte, die an der Schule gelebt werden - Toleranz und Mut - und auch die Saale kommt darin vor. Für die Melodie habe man verschiedene Harmonien ausprobiert.

Sie klingt letztlich fröhlich und eingängig, so dass sich das Lied auch gut nachsingen lässt. „Dafür, dass wir nur so wenig Zeit hatten, haben wir das gut hinbekommen“, sagt Sascha Rosenbach, der an der Hymne mitwirkte. Auch Anna Helga Hohmann gefällt sie. Besonders habe es ihr gefallen, dass zur Premiere nach und nach andere Schüler mit eingestimmt haben.

„Das Lied soll nun peu à peu in die Klassen gebracht werden, damit es alle lernen“, erläutert Mogwitz. Zu Schulfesten, zum Abi-Ball und anderen Anlässen soll künftig die Schulhymne erklingen.

Überhaupt liegt ihm Musik sehr am Herzen, besonders die Bläsermusik. Daher plant der Hallenser nach den Sommerferien eine Bläserklasse - eine Mischung aus regulärem Musik- und Instrumentalunterricht. Das Angebot richte sich vor allem an jene Schüler, die bisher noch kein Instrument spielen. „Ich weiß aus anderen Städten, dass das besonders Anfängern besonders viel Spaß macht“, sagt Mogwitz. In Wittenberg etwa sei die Anmelde-Liste für die Bläserklasse stets schnell voll.

Seine Begeisterung für Blasinstrumente kommt nicht von ungefähr: Schon die Eltern des 35-Jährigen haben Trompete gespielt. Er selbst hat einst mit Blockflöte begonnen, später hat er Posaune gelernt und in Dresden auch Orchestermusik studiert, an das er ein Lehramtsstudium in Halle anschloss. Heute kann der Leiter eines Posaunenchores in Halle alle Blechblasinstrumente spielen.

Schon jetzt gebe es eine Bläser-Arbeitsgemeinschaft am Carolinum, erzählt Manuel Mogwitz. Aber im Klassenverbund könne man natürlich viel intensiver üben. „Man lernt Musik lieben und verstehen“, ist der Musiklehrer überzeugt.

(mz)