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Bernburg Bernburg: Junge Menschen nicht einfach in die Ferne ziehen lassen

Von andreas braun 15.03.2012, 18:23

bernburg/MZ. - "Wir müssen die jungen Menschen nicht erst wegziehen lassen. Dann brauchen wir sie nicht zurückzuholen." Hartmut Zellmer, einstiger CDU-Stadtrat und derzeit als berufener Einwohner in der Kommunalpolitik unterwegs, will sich mit Mittelständlern zusammentun und Projekte fördern, die auf sozialem, kulturellem oder sportlichem Gebiet vielversprechend sind. Dabei geht es keinesfalls wie bei einem früheren Verein um Kinder in Not. Nein, es sollen Kinder, die in Vereinen oder in der Schule etwas können, gefördert werden, um ihre Leistungen zu verbessern.

Wer was leisten kann und will, soll nicht am Geld scheitern, so die Idee. Der Verein will auch mittelständischen Firmen und die Industrie ansprechen, um eine berufliche Perspektive aufzuzeigen. Ziel ist es, einer Abwanderung entgegenzutreten. Das schließt ein, dass man Kindern und Jugendlichen auf kulturellem, sportlichem und sozialem Gebiet die Möglichkeit einräumt, sich zu entfalten. Das will man fördern. Überparteilich, sagt Zellmer. Wer mitmachen will, sei willkommen. Ob als Mitglied oder als Unterstützer, egal, ob er CDU-Mitglied ist oder nicht.

Zellmer bildet zusammen mit Dörte Maltzahn und Uwe Wolf den Vorstand des neugegründeten Vereins "Mittelstand fördert Kinder". Zu den Gründungsmitgliedern zählen auch noch Ralf Felgenträger, Fred Reimer, Lutz Franke, Jens Kramersmeyer und Mirko Bader.

Gefördert werden sollen wenige ausgewählte Projekte, die die Mitgliederversammlung beschließt. Der Leistungsgedanke, so Dörte Maltzahn, Vorsitzende des Vereins, stehe im Vordergrund. Anknüpfen will der Verein an ein Projekt, das auch vom Mittelstand gefördert wurde und zusammen mit der Musikschule ins Leben gerufen wurde. Hier wurden 3000 Euro für Schüler zur Verfügung gestellt, um Unterrichtsstunden oder ein eigenes Instrument zu finanzieren. "Wir begleiten das Projekt und geben nicht nur Geld dafür", so Dörte Maltzahn, die in Bernburg bei der Wormser-Spedition Niederlassungsleiterin ist. Es geht um Klasse und nicht um Masse, fügt Uwe Wolf hinzu. Er ist Geschäftsführer der Gesellschaft für Zeitarbeit. Ein bis zwei Projekte sollen darum ausgewählt werden. Alle Vereinsmitglieder ziehen dann an einem Strang, so Wolf. Regelmäßig wird überprüft, ob man weiter fördert oder was Neues dazunimmt.

Es könne auch sein, meint Zellmer, dass man ein Projekt zurückstellt und dann später fördert. Wichtig sei, dass man sich auch persönlich einbringe. Darum sollen es nur wenige Projekt sein, die dann aber ordentlich betreut werden.

"Wir wollen uns nicht verzetteln", sagt Dörte Maltzahn, die auch fürs Mitmachen wirbt. "Wir brauchen Ideen und Leute, die mitmachen." Dabei gehe es nicht nur ums Geld. Auch wer beispielsweise Fahrzeuge zur Verfügung stellen kann samt Fahrer oder eben auch mal Zeit für Betreuung und Beratung aufbringt, ist willkommen.

Ein erstes Projekt soll noch im März ausgewählt werden. Welche Entwicklung es nimmt, wird am 24. November abgerechnet, wenn der diesjährige Mittelstandsball stattfindet. Im vorigen Jahr war er ausgefallen. 2012 soll er, in etwas kleinerer Form, im Serumwerk stattfinden.

Ansprechpartner für Menschen, die im Verein mitmachen wollen oder die Projekte vorschlagen wollen, können sich an Hartmut Zellmer, Telefon 0163 / 9 12 41 00, wenden oder an die CDU-Geschäftsstelle am Karlsplatz.