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Wohnen Wohnen: 4,5 Millionen für Sanierungsmarathon in Aschersleben

Von harald vopel 10.01.2014, 17:41
Das Wohnobjekt Liebenwahnscher Plan 8 in Aschersleben wird abgerissen und neu gebaut.
Das Wohnobjekt Liebenwahnscher Plan 8 in Aschersleben wird abgerissen und neu gebaut. frank gehrmann Lizenz

aschersleben/MZ - Die Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft (AGW) will im Jahr 2014 rund 4,5 Millionen Euro investieren. Der größte Teil werde in die Sanierung der Gebäude und Wohnungen fließen, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Adam. 1,3 Millionen sind für sogenannte Kleinreparaturen eingeplant.

Abriss statt Sanierung

Umdisponieren musste man inzwischen bei der AGW im Fall des Projektes Liebenwahnscher Plan 8. Das Wohnungsunternehmen hatte die beiden Gebäude im vergangenen Jahr erworben und wollte sie grundhaft sanieren. Daraus wird nichts. Zumindest werde man von der vorgesehenen Planung abrücken und beide Häuser abreißen. Grund dafür sei der schlechte Zustand der Bausubstanz und Probleme mit dem Baugrund, erklärt Adam. Das habe sich erst bei einer genaueren Prüfung ergeben. Eine weitere Baulücke soll es in der Ascherslebener Innenstadt an dieser Stelle aber nicht geben. „Wir bauen hier neu“, erklärt der AGW-Geschäftsführer. Entstehen sollen vier Wohnungen mit Größen zwischen 60 und 80 Quadratmetern. Es gäbe sogar schon erste Interessenten. Weitere können sich melden, sagt Wolfgang Adam. Der Neubau soll sich optisch in das an dieser Stelle vorhandene historische Stadtbild einfügen. Die Kosten für das Projekt werden mit 600.000 Euro veranschlagt.

Sanierung ist im vollen Gange

Im vollen Gang und im Plan sind die Arbeiten am Wohnblock Staßfurter Höhe 52 bis 58. Hier wird ein weiterer Plattenbau umgestaltet und den modernen Wohnansprüchen angepasst. Die Zahl der Wohnungen wird von einstmals 40 auf 16 reduziert. „Wir machen erstmals auch keine Winterpause und sind so ehrgeizig, dass wir im Juni fertig sein wollen“, so Adam. Danach geht es unverzüglich mit dem Block Staßfurter Höhe 44 bis 50 weiter. Die Bewilligungsbescheide für diese Objekte liegen inzwischen vor. Und schon im Februar können die Abrissbagger anrücken und den Block Judith-Resnik-Straße 1-4 ersatzlos dem Erdboden gleich machen. „Bis dahin ziehen auch die letzten beiden verbliebenen Mieter aus“, so Adam.

Die Liste der Vorhaben des Unternehmens für 2014 in Sachen Wohnraum-Sanierungen ist aber viel länger. So sollen mehrere Gebäude neue Fassaden erhalten. Dazu gehören die Häuser Valentina-Tereschkowa-Straße 2-8, wo von Mitte Juli bis September für rund 320.000 Euro saniert wird, Otto-Lilienthal-Straße 2-8 (März bis Juni, 320.000 Euro) und Konstantin-Ziolkowski-Straße 28-32 (220.000 Euro). Saniert und umgebaut wird auch das Haus Ramdohrstraße 36-38. Die 220.000 Euro teuren Arbeiten sollen im April beginnen und im Juli abgeschlossen sein. Übrigens ohne dass die Mieter ausziehen, gibt es eine gedämmte Fassade sowie neue Dämmungen für Keller, Decken und Boden. Außerdem werden die Wohnungen mit Balkons ausgestattet.

Mieterhöhungen sind nicht auszuschließen

Nicht von der Hand weisen will Wolfgang Adam eventuelle Miterhöhungen infolge umfangreicher Sanierungen. Die sollen - wenn überhaupt - nach Adams Worten moderat ausfallen. Die Mietpreise betreffend richte man sich auch nach dem neuen Mietspiegel für die Stadt Aschersleben. Die aktuelle Ausgabe ist Ende des vergangenen Jahres erschienen. Interessenten können den Mitspiegel unter anderem im Bürgerbüro der Stadt im Rathaus - aber auch bei der AGW und anderen Vermietern - für 2,50 Euro erwerben.

Schließlich haben bei der Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft auch die Vorbereitungen für weitere Bauvorhaben im Jahr 2015 begonnen. Rund 100.0 Euro lässt sich das Unternehmen die nötigen Planungsarbeiten schon im laufenden Jahr 2014 kosten.