Tag der offenen Tür Tag der offenen Tür in Aschersleben: Fahrt in die Zukunft

Aschersleben - Frühes Erscheinen sichert gute Plätze! Vor allem wenn die Stadt Aschersleben am Anfang des Jahres zum traditionellen Tag der offenen Tür einlädt. Aber Insider wissen das und so konnten auch dieses Mal die ersten Busse schon vorzeitig vom Bahnhof zu ihrer 60-minütigen Rundfahrt aufbrechen.
Das Interesse, Neuigkeiten über die Stadt zu erfahren, ist weiterhin ungebrochen hoch und so waren alles sechs Busse bis auf den letzten Platz besetzt.
Neu allerdings: Es wurde kein Stopp eingelegt. „Dafür gibt es aber viele Informationen“, verspricht Stadtsprecherin Judith Kadow. Sie selbst war im sogenannten Presse-Bus unterwegs, in dem auch zwei Fernsehteams sich ihren Platz sicherten und so wurde die Stadtmitarbeiterin zunächst „verkabelt“, bevor sie Wissenswertes über das Mikrofon erzählen konnte.
Erstes Ziel ist die Turnhalle der Grundschule Pfeilergraben
Als erstes Anfahrtsziel war die Turnhalle der Grundschule Pfeilergraben vorgesehen. Bis dahin aber wurde schon darüber informiert, dass es in der Straße Über den Wasser einen Teilausbau gab. „In diesem Jahr wird dort noch eine Wendeschleife gebaut. Das soll die Anwohner entlasten“, verrät Kadow.
Die Turnhalle an der Grundschule Pfeilergraben soll in diesem Jahr abgerissen und neu gebaut werden. 1,4 Millionen Euro sind dafür veranschlagt und die Stadt erwartet dazu eine 100-prozentige Förderung.
Während der Bus von dort aus in Richtung Klein Schierstedt rollt, macht sich die Frage nach dem ehemaligen Stadtbad auf. „Was passiert denn damit“, möchte ein Besucher wissen. „Die Stadt hat dort wenig Möglichkeiten. Der Investor hat wieder einen weiteren Bauantrag gestellt. Aber leider passiert nichts“, erklärt sie.
Gerhard Samland kehrt an den Ort seiner Kindheit zurück
Dass es nun nach Klein Schierstedt geht, freut ganz besonders Gerhard und Ursula Samland. „Ich habe dort meine Kindheit verbracht“, erzählt er, während der Bus an seinem Elternhaus vorbeirollt. Dabei erinnert er sich an ein schlimmes Hochwasser zwischen 1945 und 1950. Und so freute er sich zu hören, dass es nun Hochwasserschutzmaßnahmen im Ort in Höhe von 3,5 Millionen Euro geben soll.
Im Ort selbst soll auf einer Länge von 920 Metern eine Hochwasserschutzmauer errichtet werden. Nebenher soll es Deichsanierungen und Neubauten geben. „Die Baumaßnahme soll bereits Ende des Jahres abgeschlossen sein“, sagt Kadow.
Der Bus rollt wieder in Richtung Aschersleben. Auf dem Weg dorthin erfahren die Gäste, dass die Stadt jedes Jahr mehrere tausend Euro in Spielplätze investiert. Im vergangenen Jahr in der Baumgartenstraße in Aschersleben, in Schackstedt und in der Grundschule Mehringen. Die Fahrt führt weiter zur Johannisvorstadt.
Mit dem Projekt New York die Stadt wieder beleben
„Mit dem Projekt New York möchte die Stadt das Viertel wieder beleben. Hier gibt es 35 Prozent Leerstand, wir wollen diesen auf 20 Prozent reduzieren“, sagt sie. So möchte man gezielt Studenten der Fachhochschule der Polizei dort ansiedeln. Erste Gespräche mit Vermietern wurde bereits geführt.
Die Tour geht weiter in das Gewerbegebiet Güstener Straße und Zornitzer Weg und schließlich wieder zurück an der Brücke Pferde-Eine entlang. Der Ersatzneubau soll noch im Februar abgeschlossen werden.
„Diese Tour war sehr informativ und die Pressesprecherin hat alles sehr gut erklärt“, ist sich das Ehepaar Samland am Ende der Fahrt einig. Auch sie möchten, wie die meisten Teilnehmer der Tour, noch auf einen Kaffee in das Bestehornhaus vorbeischauen. „Das machen wir bestimmt wieder“, verraten sie dann noch. (mz)