Salzlandkreis Salzlandkreis: Wolfgang Adam: Das tut der Stadt gut
ASCHERSLEBEN/MZ. - "Endlich geht es los", freut sich Wolfgang Adam, Geschäftsführer der Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft (AGW). Denn am kommenden Montag rücken die Bauarbeiter in das Gebäudeensemble um den Liebenwahnschen Plan 2 / 3 und 6 / 7 und Ecke Wilhelmstraße 2 an und starten den Umbau des Areals, der insgesamt 2,1 Millionen Euro kosten wird. 500 000 Euro kommen dabei aus den Fördertöpfen des Stadtumbaus, wofür sich die AGW erfolgreich bei einem Wettbewerb der Investitionsbank Sachsen-Anhalt beworben hatte.
Vor zwei Jahrzehnten hat die Stadt Aschersleben damit begonnen, das historische Stadtzentrum wieder in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen, indem ein Areal von 66,7 Hektar zum Sanierungsgebiet "Aschersleben-Innenstadt" bestimmt wurde. Vieles hat sich seitdem getan, auch weil private und gesellschaftliche Träger sich ebenfalls engagiert in die Sanierungsmaßnahmen und den Stadtumbau einbrachten. Allein die AGW hat dabei mit den Projekten Hopfenmarkt, Herrenbreite 27 oder dem Rückbau der Neubaublöcke in der Hecklinger Straße für zahlreiche Initiativen gesorgt. Jetzt steht mit dem neuesten Projekt der "größte Brocken" für "anspruchsvolle Architektur, barrierefreies Bauen von Mietwohnungen und vorbildhafte Lösungen zur energetischen Sanierung", so die Landesregierung anlässlich der Wettbewerbsauswertung, an. "Das war anspruchsvoll, spannend und hat bewiesen, dass solche sanierten Objekte sich auch eines hohen Zuspruches erfreuen", erklärte vor wenigen Wochen Wolfgang Adam.
Doch einfach Pläne aus der Schublade ziehen, war beim Projekt Liebenwahnscher Plan / Wilhelmstraße nicht möglich. Zuerst mussten Häuser - aus Privat- und Landesbesitz - gekauft werden, um ganzheitlich planen und bauen zu können. "Im Mai 2012 wollen fertig sein", so der Geschäftsführer. Rund 1,9 Millionen Euro waren zunächst geplant, um die rund 1 200 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf 17 Wohnungen in drei Häusern, und das gesamte Umfeld herzurichten. Dabei musste die AGW aber doch eine kleine bittere Pille schlucken. Denkmalschutzbedingt und nachträglich entdeckter Schwammbefall ließen die Kosten um 200 000 Euro steigen. Ausbremsen konnten dies die Planer nicht. Zu reizvoll und lohnend, so Adam, sei es, die Innenstadt umzugestalten. "Das tut der Stadt gut", ist der Geschäftsführer überzeugt. Alle Wohnungen bekommen einen Stellplatz, Balkon oder Terrasse und im Sanitärbereich sind Dusche und Wanne der Standard. Dabei bekommt jede Wohnung einen anderen Zuschnitt, um einen individuellen Charakter zu schaffen. Da das Areal mit seinen künftigen Außenflächen zu einer grünen Oase umgebaut werden soll, verspricht sich Wolfgang Adam mit der direkten Verbindung zum Promenadenring einen weiteren Standortanreiz.
Weiterführende Informationen und Anmeldungen für Interessenten gibt es und sind möglich unter 03473 / 94 23 00 und im Internet unter www.agw-asl.de