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Kontaktbeamter setzt zuerst auf Erziehung

Von Hajo Mann 28.01.2008, 17:24

Aschersleben/MZ. - Seit 1973 ist Klaus Grosch Polizist in Aschersleben. Die letzten zwölf Jahre war er in den Polizeistationen Schackenthal, Gatersleben und Nachterstedt tätig. Hier hat er viele Erfahrungen im Umgang mit den Bürgern und der Zusammenarbeit mit den Kommunen und Vereinen gemacht, die ihm in seiner neuen Tätigkeit zugutekommen.

KOB werden eingesetzt, um eine größere Bürgernähe und Präsenz, bessere Kontaktpflege und intensivere Gefahrenermittlung zu erreichen. Durch ein enges Vertrauensverhältnis zwischen KOB und Bürger ist es Ziel, die Kriminalitätsbekämpfung zu verbessern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Gefahrenabwehr weiter zu intensivieren. "Ich versuche es immer erst, erzieherisch Einfluss zu nehmen. Erst wenn es absolut keine Einsicht gibt, greife ich zum Block", erklärt Klaus Grosch.

Zu weiteren Aufgaben der KOB gehören: die Kontaktaufnahme und -pflege mit kommunalen Behörden und Institutionen, Personengruppen und einzelnen Bürgern, Mitwirken bei Maßnahmen der Verkehrsprävention, Überwachung gewerblicher Bestimmungen und Sicherung von Gefahrenstellen, Kontaktaufnahmen mit Verantwortlichen in den Kommunen, Verbindung halten mit Kindergärten, Schulen, Kirchen, Vereinen und Verbänden, Aufsuchen von Baufirmen, von großen Objekten zur Landesgartenschau 2010, Gastwirten, Geschäftsleuten, Jugend- und Freizeitzentren, Kleingartensparten, Obdachlosenunterkunft, Spielplätzen und Wochenmarkt.

Im Rahmen des Gesamtauftrages hat der Kontaktbeamte auch Sofortmaßnahmen zur Beseitigung von Störungen zu treffen, erste Maßnahmen bei Verkehrsunfällen einzuleiten, den Sicherungsangriff bei Straftaten und Ordnungswidrigkeiten vorzunehmen, im Bedarfsfall durch Verkehrsregelungen Stauungen zu beseitigen, Hinweise, Beschwerden und im Einzelfall auch Anzeigen entgegennehmen, den Bürger in allen polizeilichen Angelegenheiten zu beraten und ihm Auskunft zu erteilen. Nach Einschätzung seiner Vorgesetzten verfügt Klaus Grosch über ein hohes Maß an Lebens- und Berufserfahrung. Besonders ausgeprägt seien sein Verantwortungsbewusstsein und seine Selbstständigkeit im Handeln. Grosch sei bereit und in der Lage, Entschlüsse und anstehende Aufgaben mitzutragen. Eine enge Zusammenarbeit gebe es mit dem Ordnungsamt der Stadt.

Seine Vorgesetzten sichern ihm bei seiner Arbeit die volle Unterstützung zu. An dem Gespräch nahmen auch Polizeioberkommissarin Andrea Hosang und vom städtischen Ordnungsamt Cornelia Krause teil. Dann ging es zum Ordnungsrundgang über den Wochenmarkt. Von den meisten Händlern wurden beide schon von weitem begrüßt.